1. NRW
  2. Städte
  3. Rommerskirchen

Rommerskirchen: Resolution an Minister soll B 59n retten

Rommerskirchen : Resolution an Minister soll B 59n retten

Für die Weiterplanung der B 59 wird sich der Rat am Donnerstag in einer Resolution an Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer aussprechen – aller Voraussicht nach einstimmig. "Auf allen Kanälen" arbeitet die Gemeinde Rathaussprecher Elmar Gasten zufolge dafür, das Projekt doch noch zu retten.

Für die Weiterplanung der B 59 wird sich der Rat am Donnerstag in einer Resolution an Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer aussprechen — aller Voraussicht nach einstimmig. "Auf allen Kanälen" arbeitet die Gemeinde Rathaussprecher Elmar Gasten zufolge dafür, das Projekt doch noch zu retten.

Einen Monat, nachdem die Entscheidung des NRW-Verkehrsministeriums bekannt wurde, die Planung für die B 59n nicht fortzuführen, versucht die Gemeinde nach den Worten von Rathaussprecher Elmar Gasten das Projekt "auf allen Kanälen" zu retten. Nachdem sich vergangene Woche bereits der Nahverkehrsausschuss des Kreises für die weitere Planung ausgesprochen hatte, wird der Rat am Donnerstag eine entsprechende Resolution an Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer verabschieden.

Die Verwaltung arbeitet derzeit den Text aus, politischen Streit dürfte es hierüber im Rat nicht geben. "Ich rechne mit einer einstimmigen Verabschiedung", sagt der SPD-Fraktionsvorsitzende Martin Mertens. Ebenso sieht dies auch sein CDU-Pendant Wolfgang Könen, und auch von UWG, FDP und Grünen — alle sind für die B 59n — ist kein Widerspruch zu erwarten.

Ungeachtet seiner rechtlichen Qualität und Verbindlichkeit soll die Resolution auch auf das viel zitierte Versprechen des Landesbetriebs Straßenbau gegenüber den Sinstedener Bürgern verweisen: Für die Zustimmung zum Bau in zwei Etappen hatte der Landesbetrieb den Bürgern vor gut einem Jahrzehnt versichert, dass nach Fertigstellung des ersten Teilstücks — 2009 erfolgt — umgehend das zweite in Angriff genommen werde.

Noch keine Rolle wird im Rat dagegen die von Bürgermeister Albert Glöckner ins Spiel gebrachte Möglichkeit spielen, dass die Gemeinde die Planung in eigener Regie fortführen könnte.

Der Bürgermeister hat dieses Angebot inzwischen NRW-Verkehrsminister Harry K. Voigtsberger unterbreitet. Übernehme die Gemeinde das Planfeststellungsverfahren im Auftrag des Landesbetriebs "sichert das Land damit auch seine bislang beträchtlichen Planungsarbeiten in diesem Projekt", heißt es in dem Schreiben des Bürgermeisters. Nägel mit Köpfen machen und etwa erste Aufträge vergeben, kann der Rat allerdings noch nicht, "so lange es keine positive Rückmeldung gibt", wie Elmar Gasten sagt.

Dass die Kreisverwaltung nach wie vor dauerhafte Geschwindigkeitsmessungen im Bereich der nicht als Unfallschwerpunkt eingestuften Ortsdurchfahrt ablehnt, stößt bei Sinstedener Bürgern auf Unverständnis: "Enttäuscht" zeigt sich Norbert Lugt, der die Forderung erhoben hatte, Starenkästen zu installieren. "Die Wohnqualität ist schlecht und damit wird sie auf absehbare Zeit nicht verbessert", kommentiert der Geschäftsführer der St. Maternus-Bürgerschützen die Position des Kreises.

(NGZ/rl)