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Rommerskirchen: Rekordausgaben für Kitas geplant

Rommerskirchen : Rekordausgaben für Kitas geplant

Ulrike Ohmes vom Kreisjugendamt wird künftig regelmäßig im Rathaus präsent sein und zur Kindertagespflege beraten. Im Rommerskirchener Sonnenhaus soll eine Großtagespflege entstehen, in der bis zu neun Kinder betreut werden.

Zum Jahresende wird die Kommunalpolitik für die Bürger stets besonders interessant, stehen dann doch Ratsentscheidungen über die Gebühren und ein Ausblick auf den kommenden Haushalt auf dem Programm.

Mit allzu großen Kontroversen dürfte bei den Gebühren nicht zu rechnen sein: Lediglich die Friedhofsgebühren werden nach den Worten von Bürgermeister Martin Mertens steigen. Was den Haushalt 2018 angeht, der am 7. Dezember im Rat eingebracht werden soll, kündigt Mertens fürs kommende Jahr geradezu einen Rekord an: "Noch nie waren in Rommerskirchen die Investitionen in Bildung und Betreuung so hoch."

Um rund 400.000 Euro sollen die Ausgaben in diesem Bereich auf demnächst 5,7 Millionen Euro steigen. "Wir investieren damit in die Zukunft", bekräftigt der Bürgermeister damit seinen Kurs, auf weitere Ansiedlungen und steigende Einwohnerzahlen zu setzen.

Einige Neuerungen: Nach dem gelungenen Pilotprojekt in der Butzheimer Alten Schule soll es 2018 auch im Rommerskirchener Sonnenhaus eine Großtagespflege geben. Die erst 2016 eröffnete Kindertagesstätte "Gillbach-Wichtel" wird 2018 eine dritte Gruppe erhalten - neue Mitarbeiter(innen) und höhere Sachkosten sind die logische Folge. "Mittlerweile sind im Bereich der Kindergärten und der Offenen Ganztagsschule mehr Mitarbeiter der Gemeinde beschäftigt als im Rathaus selbst", sagt Rathaussprecher Elmar Gasten.

Weiter ausgebaut wird zudem auch die Kooperation mit dem Kreisjugendamt: Das wird nach den Worten des Bürgermeisters erstmals regelmäßig im Rathaus präsent sein.

Mit Jugendamtsleiterin Marion Klein hat sich Martin Mertens darauf verständigt, dass es dort künftig alle zwei Wochen eine Sprechstunde in Sachen Kindertagespflege geben soll. Aus der Sicht von Marion Klein "ist das neue Beratungsangebot ein wichtiger Baustein für die immer wichtiger werdende Kindertagesbetreuung und den sich daraus ergebenden, steigenden Beratungsbedarf."

Das neue Beratungsangebot ist sowohl für Eltern kleiner Kinder als auch für Tagesmütter (Tagesväter sind nach wie vor eine Seltenheit) gedacht. Eltern können sich während der gesamten Betreuungszeit ihres Kindes beraten lassen.

Vor Ort sein wird mit Ulrike Ohmes, der Fachberaterin für Kindertagespflege im Kreisjugendamt, eine ausgewiesene Expertin für diesen Bereich. Ulrike Ohmes soll künftig jeweils am ersten Donnerstag und am dritten Freitag des Monats zwischen 9.30 Uhr und 12 Uhr vor Ort sein. Telefonisch ist sie unter der Nummer 02161 61045118 erreichbar.

Melden können sich bei ihr zudem Bürger(innen), die sich dafür interessieren, selbst in der Kindertagespflege tätig zu werden. Da die zunehmend an Bedeutung gewinnt, ist das Kreisjugendamt stets auf der Suche nach potenziellen Tageseltern.

(NGZ)