Familienunternehmen aus Rommerskirchen Mit Bus und Flugzeug zu den schönsten Reisezielen

Rommerskirchen · Mit dem Bus oder Flugzeug auf Reisen gehen – Familie Küttelwesch bietet seit vielen Jahren Gruppenreisen an. Nach der Pandemie sind die wieder sehr gefragt. Was die Reisetrends in diesem Jahr sind.

Seniorchef Norbert Küttelwesch (r.) mit Sohn Dirk in einem der Reisebusse.

Seniorchef Norbert Küttelwesch (r.) mit Sohn Dirk in einem der Reisebusse.

Foto: Hans Jürgen Prell/Hans Juergen Prell

Seit inzwischen 45 Jahren besteht das Familienunternehmen Gilbach Reisen am Standort Rommerskirchen. „Wir arbeiten hier im Betrieb alle zusammen. Meine Ehefrau Annette, meine Schwiegertochter Conny und mein Sohn Dirk“, berichtet Seniorchef Norbert Küttelwesch stolz. Die vier arbeiten nicht nur zusammen, sie leben auch zusammen in einem Mehrgeneration-Haus – Das, so sagt die Familie, sei das Erfolgskonzept sowie das Herz des Unternehmens. „Zusammen gehen wir durch dick und dünn. Gerade durch die Pandemie haben wir gezeigt, wie wichtig Zusammenhalt und Durchhaltevermögen ist, um so eine Krise zu überstehen.“

Die gesamte Reisebranche hatte stark unter der Pandemie und den damit verbundenen Auflagen und Problemen zu leiden, das war auch bei Gilbach Reisen nicht anders. Reiseverbote, Quarantäneauflagen, Personalmangel, steigende Kosten bei ausbleibenden Einnahmen machten dem Unternehmen zu schaffen. „Wir sind sehr froh, dass das inzwischen vorbei ist und wir jetzt mehr als zuversichtlich in die Zukunft schauen können“, so Küttelwesch. Dieses Jahr hat bereits sehr erfolgreich begonnen. „Wir haben, Stand heute, jetzt schon so viele Reisebuchungen, wie im gesamten letzten Jahr bis Ende Dezember und das Jahr ist nicht mal halb rum“, freut sich Dirk Küttelwesch. Aktuell lasse sich schon ein ganz klarer Trend für den Sommer abzeichnen: „In diesem Jahr stehen die Reisen zum Lago Maggiore und nach Kroatien ganz weit oben auf der Buchungsliste“, so der Reiseunternehmer. Aber auch Tagesfahrten nach Zandvoort aan Zee, nach Scheveningen oder Knokke würden gerne gebucht.

„Eigentlich kann man mit uns überall hinreisen“, erklärt Annette Küttelwesch. „Vom Bayrischen Wald über Cuxhaven nach Andalusien bringen wir die Gäste überallhin.“ Die Vorteile einer Busreise und dir Gründe, warum immer mehr Reisende diese Form buchen, gerade nach der Pandemie, liegen für die vier Unternehmer klar auf der Hand. „Man steigt morgens entspannt in den Bus ein, es wird sich um das Gepäck gekümmert, im Bus bekommt man ein leckeres Frühstück und man wird umsorgt. Man hat keinen Stress, man muss sich im Stau nicht ärgern, kann zwischendurch ein Nickerchen machen und lernt eine Menge netter Leute kennen“, meint die Familie.

Conny Küttelswesch im Servicebereich des Busses. Von hier aus werden die Gäste mit warmen und kalten Getränken, sowie mit Snacks versorgt.

Conny Küttelswesch im Servicebereich des Busses. Von hier aus werden die Gäste mit warmen und kalten Getränken, sowie mit Snacks versorgt.

Foto: Hans Jürgen Prell/Hans Juergen Prell

Aktuell liege die Auslastung der Busse bei ungefähr 50 Personen pro Busreise. Gerade bei Reisefans ab 50 Jahren seien Busreisen beliebt. Die Familie Küttelwesch kümmert sich um das Gepäck und sogar auch um Rollatoren, falls ie gebraucht werden. Verpflegung ist inbegriffen und ein Ansprechpartner ist immer vor Ort, wenn etwas passiert oder nicht nach Plan verläuft.

Aber nicht nur Reisen mit dem Bus bieten die Küttelweschs an. „Im Winter, wenn es hier in Deutschland so richtig kalt ist, werden vermehrt unsere Flugreisen gebucht, die wir inzwischen auch mit anbieten. Für den kommenden Winter hat sich Gran Canaria als das Wunschreiseziel unserer Gäste herauskristallisiert“, berichtet Norbert Küttelwesch. Sowohl bei den Flug- als auch bei den Busreisen sind immer zwei Personen dabei, die sich um die Organisation, den Ablauf und die Betreuung der Gäste kümmert. „Unser Service hat sich über die Jahre herumgesprochen“, ist der Seniorchef überzeugt. „Über 99 Prozent der Reisen werden bei uns am Telefon gebucht. Oft sind es Stammkunden, die sich melden. Sie fühlen sich bei uns wohl und wertschätzen unsere Arbeit sehr.“

Gegründet wurde die Firma ursprünglich von Hermann Küttelwesch. Nur ein Jahr später stieg Norbert Küttelwesch mit ins Unternehmen ein. Zunächst wurde das Unternehmen unter dem Namen „Gilbach-Land“ bekannt und beschränkte sich auf Linienfahrten und Sonderfahrten an Wochenenden. Im Laufe der Jahre wurden die Fahrten ausgeweitet und aus „Gilbach-Land“ wurde „Gilbach-Reisen“. Ende der achtziger Jahre zog das Unternehmen an den heutigen Standort in das neue Gewerbegebiet und Norbert Küttelwesch übernahm die Firma.

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