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Rommerskirchen: Reiseberichte für Butzheim

Rommerskirchen : Reiseberichte für Butzheim

Mit dem früheren ARD-Kameramann und bekennenden Butzheimer Franz Wagenbach startet die St. Sebastianus-Bruderschaft eine Vortragsreihe, in der Rommerskirchener aus aller Welt berichten.

Nettesheim-Butzheim Schützenfeste sind wichtig, aber nicht alles für die St. Sebastianus-Bruderschaft. Bereits seit einigen Jahren zeichnet sie für die Konzerte im Martinuspark verantwortlich – gleichwohl will sie ihr kulturelles Profil weiter schärfen. Kommenden Sonntag startet daher in der Begegnungsstätte Alte Schule eine Vortragsreihe der Schützen, die Rommerskirchener Zeitgenossen dazu eingeladen haben, von aufregenden Reisen zu berichten. Den Auftakt macht der frühere ARD-Kameramann Franz Wagenbach.

"Bei einer privaten Veranstaltung haben wir einen Vortrag gehört und im Anschluss festgestellt, dass es eine ganze Reihe Menschen gibt, die Interessantes und Ungewöhnliches erlebt haben und davon erzählen können", berichtet Brudermeister Johannes Fünger. Die Auftaktveranstaltung am Sonntag läuft unter dem Titel "Filmberichte aus aller Welt". Franz Wagenbach, 1943 in Nettesheim geboren und bis heute in Butzheim wohnend, war er unter anderem Kameramann in den ARD-Studios in Paris, Nairobi und Moskau. In der Begegnungsstätte wird er Einblicke in die Arbeit eines Kameramanns geben und Filmausschnitte aus Frankreich, Afrika und Russland präsentieren.

Am 20. Februar bringt der Butzheimer Bert Hackenbroich den Zuhörern seinen persönlichen Traumpfad von Venedig über die Alpen nach München näher. Er und seine Frau Anneliese sind begeisterte Wanderer, 2009 haben die beiden den Traumpfad zu Fuß zurückgelegt. Neben einer Schilderung ihrer Eindrücke werden dann auch großartige Landschaftsbilder gezeigt. Schon 2006 hatte Hackenbroich 580 Kilometer auf dem Jakobsweg von Pamplona nach Santiago de Compostela zurückgelegt.

Am 20. März stehen Anekdoten und Geschichten um die Nettesheimer St. Martinuskirche auf dem Programm: ein Selbstläufer, denn die frühere Küsterin und Organistin Gerti Goertz war damit bereits beim Kirchenjubiläum auf großes Interesse gestoßen. Organisiert wird die neue Vortragsreihe von Günter Neukirchen. Der Augenoptiker hat 2006 und 2008 mit Kollegen Togo besucht. In der einstigen deutschen Kolonie – eines der ärmsten Länder Westafrikas – hat der Frixheimer die Augen Bedürftiger überprüft und Brillen angepasst. Von seinen Reisen wird er am 17. April berichten – in eindrucksvollen Bildern von Land und Leuten. Johannes Fünger zufolge sind die Vorträge als Pilotprojekt gedacht: Sollte die Reihe genügend Resonanz finden, soll sie über das Frühjahr hinaus fortgesetzt werden. Denn Menschen, die etwas zu erzählen haben, sind gar nicht so selten.

(NGZ)