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Regelungen in Rommerskirchen: Senioren kaufen 2 Stunden ungestört ein

Regelungen in Rommerskirchen : Senioren dürfen zwei Stunden ungestört einkaufen

Seit Freitag soll die Einkaufs-Zeit von 10 bis 12 Uhr ausschließlich für Senioren und andere durch das Coronavirus besonders gefährdete Gruppen zur Verfügung stehen.

Seit Freitag soll die Einkaufs-Zeit von 10 bis 12 Uhr ausschließlich für Senioren und andere durch das Coronavirus besonders gefährdete Gruppen zur Verfügung stehen. Das steht im Mittelpunkt einer besonderen Regelung, die die Gemeinde Rommerskirchen erlassen hat, um die Risikogruppe der Älteren besser zu schützen. Es heißt: „Hierbei gilt, dass ein Zeitkorridor zwischen 10 und 12 Uhr in den Verkaufsstellen ausschließlich Personen vorbehalten bleiben soll, die als Risikogruppe gelten, insbesondere Personen über 60 Lebensjahren.“ Das sei „ein Versuch, um die Senioren in die Lage zu versetzen, in Ruhe einzukaufen – und dabei auch die Chance zu erhalten, noch Konserven, Nudeln und Toilettenpapier zu erhalten“, erklärt Bürgermeister Martin Mertens. „Ich appelliere insbesondere an die Senioren und Vorerkrankten, das Angebot, in dieser Zeit einkaufen zu gehen, auch wahrzunehmen“, hofft er auf eine gute Resonanz. Allgemeine Rücksicht sei neben Abstand das Gebot der Stunde.

Die Gemeinde Rommerskirchen hat alle öffentliche Veranstaltungen untersagt, Spiel- und Bolzplätze geschlossen und nur noch den notwendigen Einzelhandel erlaubt. Anders als im Rhein-Kreis Neuss sind die Rommerskirchener Restaurants ganz geschlossen, nur noch das Abholen und Liefern von Speisen ist erlaubt. Damit folgt Rommerskirchen den Regelungen im benachbarten Rhein-Erft-Kreis – aus gutem Grund: „Wir haben beobachtet, dass aus Pulheim, Bergheim und Bedburg viele Besucher in unsere Restaurants kamen, um sich dort trotz des Verbots in Gruppen aufzuhalten. Das mussten wir unterbinden“, erklärt Mertens, der betont: „Thekenverkauf ist weiterhin gestattet, das Essen dort auch zu verzehren, leider nicht.“

Der Bürgermeister bittet die Rommerskirchener noch einer eindringlich, „Hamsterkäufe zu unterlassen. Die Lebensmittelversorgung ist und wird weiterhin sichergestellt.“ Gerade das Wegkaufen und Horten haltbarer Lebensmittel hat nun zu einem weiteren Problem geführt: „Die Tafel in Rommerskirchen hat zwar noch geöffnet, aber langsam gehen ihr genau diese Lebensmittel wie Nudeln, Reis und Mehl aus“, zählt Martin Mertens auf. Daher hat er sich mit einer weiteren wichtigen Bitte um Solidarität an die Bewohner gewandt: „Sollten Sie die Möglichkeit haben, haltbare Lebensmittel an die Tafel zu spenden, so tun sie dies.“

Die Schützenfeste im Mai sind abgesagt: Sinsteden (15. bis 17. Mai) und Widdeshoven/Hoeningen (30. Mai bis 1. Juni). Ende der kommenden Woche wird die Gemeinde mit den Schützen-Vorsitzenden über weitere Feste beraten. Mertens’ Prognose: „Es ist schwer vorstellbar, dass es im Juni oder Juli große Feste geben kann.“ Die Gesundheit gehe eindeutig vor. Betroffen wären Eckum, Ramrath-Villau, Oekoven, Rommerskirchen und Frixheim.