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Rathaus Rommerskirchen: Bürgermeister baut eine Dezernentenstelle ab

Rathaus Rommerskirchen : Bürgermeister baut eine Dezernentenstelle ab

Nach dem Abschied von Baudezernent Hans-Josef Schneider wird die Stelle nicht nachbesetzt. Neuer Zuschnitt der Dezernate.

Mit einer Feier wurde der langjährige Baudezernent Hans-Josef Schneider nach 19 Jahren bei der Gemeinde Rommerskirchen in den Ruhestand verabschiedet. Bürgermeister Martin Mertens dankte dem Jüchener für seine Tätigkeit: „Er hat sich stets mit ganzem Herzen für das Wohl der Gemeinde eingesetzt.“ Den Weggang des verdienten Dezernenten Schneider, den der damalige Bürgermeister Albert Glöckner 2000 von der Stadtverwaltung Köln geholt hatte, nutzt Mertens jetzt für eine Umstrukturierung der Verwaltungsspitze: Die Dezernentenstelle wird nicht nachbesetzt, sondern stattdessen ein neuer Tiefbaumitarbeiter gesucht, die einzelnen Bereiche auf andere Dezernate verteilt.

Das hat laut Mertens gleich mehrere Vorteile: „Wir straffen die Strukturen, so dass Entscheidungswege verkürzt und damit schneller werden. Wir stärken die Arbeitsebene, und wir sparen auch.“ Die Auflösung des bisherigen Dezernates III ist ein Schritt hin zu einer (noch) schlankeren Dezernentenebene, wie Mertens erklärt: „Wir brauchen nicht so viele Häuptlinge: Bei einer Verwaltung unserer Größe reichen zwei bis drei Dezernenten neben mir sicher aus“, sagt der Bürgermeister. In der Kernverwaltung arbeiten 62 Mitarbeiter, inklusive Kita, OGS und anderer Kräfte sind es ca. 160. Da die drei Dezernenten Hermann Schnitzler, Bernd Sauer und Elmar Gasten alle über 60 Jahre alt sind, ist in den nächsten fünf Jahren eine weitere Reduzierung auf zwei Dezernenten nicht ausgeschlossen. Da ist Mertens das „Modell Dormagen“ Vorbild für Effizienz.

Der Bereich Tiefbau, inklusive Straßenverkehr, Grünflächen, Sport, Friedhöfe, Entwässerung und Abfall, ist nun dem Dezernat I von Hermann Schnitzler zugeordnet. Kämmerer Bernd Sauer findet nun den Eigenbetrieb direkt in seinen Aufgaben im Dezernat II. Und die Bauverwaltung des Hochbauamtes ist nun dem Dezernat des Bürgermeisters zugeordnet, wo bereits die Bereiche Planung und Gemeindeentwicklung angesiedelt sind. „Diese Neuverteilung macht auch inhaltlich Sinn“, betont Mertens. Er kündigt weitere Änderungen ab dem Sommer an. Eine davon: „Anfang Juni können wir den neuen Wirtschaftsförderer der Gemeinde begrüßen.“

Dem scheidenden Baudezernenten Hans-Josef Schneider bleiben viele gute Projekte vom Bahnhof bis zu Feuerwehrgerätehäusern und Rasenplätzen in Erinnerung: „Ich blicke gern auf die Zeit in Rommerskirchen zurück. Es waren spannende Jahre, in der sich in Rommerskirchen viel zum Positiven verändert hat. Es freut mich sehr, dass ich mit meinem Team dazu beitragen konnte.“ Als erstes großes Bauprojekt stand 2003 der Neubau des Dienstleistungszentrums an der Bahnstraße an: An der Stelle des damaligen Baumarkts Nagel wurde ein moderner neuer Verwaltungsbau errichtet.

Die seit 2000 forcierte Baulandpolitik, bei der Jahr für Jahr neue Baugebiete entstanden, war für Schneider ein Metier, in dem sich der konstruktive Ingenieur mit Erfahrung im Tiefbau wohl fühlte – ebenso bei den großen Straßenbauprojekten B 477n und B 59 n – „ein Meilenstein für die Gemeinde“. „Für Sinsteden freut mich, dass jetzt endlich der zweite Abschnitt gebaut wird“, so Schneider.