Rommerskirchen: Rat gibt grünes Licht für zwei Baugebiete

Rommerskirchen: Rat gibt grünes Licht für zwei Baugebiete

Am Lerchenweg und der Martinusstraße wird es in absehbarer Zeit zwei neue Baugebiete geben. Erwartungsgemäß schuf jetzt der Gemeinderat mit den Stimmen von SPD, UWG. Bündnis 90/Die Grünen und FDP hierfür die nötigen Voraussetzungen, indem er die Aufstellungsbeschlüsse für die entsprechenden Ergänzungssatzungen fasste.

Keine Chance hatte , wie auch bei der Verabschiedung des Haushalts, die CDU: Deren Fraktionschef Wolfgang Könen hatte zuvor erfolglos beantragt, 100000 Euro für die Erstellung eines Gesamtkonzepts für diesen in der Vergangenheit von der Gemeinde arg vernachlässigten und laut Gottfried Leuffen (CDU) in Teilen "verwilderten" Bereich zurückzustellen. Könens SPD-Pendant Heinz-Peter Gless sprach sich demgegenüber nachdrücklich gegen "eine Töpfchenbildung" aus Allzu viel rhetorischen Aufwands bedurften die Befürworter einer zügigen Bebauung um Bürgermeister Albert Glöckner nicht: Die wenig erfreulichen Haushaltsaussichten - der Etat ist 2010 erstmals defizitär - reichten als Argument völlig aus, hier so schnell wie möglich Nägel mit Köpfen zu machen. Gar keine Rolle spielten in der Diskussion die kürzlich von der Bürgerinitiative "Pro Natur und Heimat" ins Feld geführten Aspekte des Gebiets als Naherholungsgebiet.

Gelinder Kritik an der Baulandpolitik der Gemeinde hielt Albert Glöckner entgegen, dass auf diese Weise zehn Jahre lang ein Haushaltssicherkonzept habe vermieden werden können – das künftig als Damoklesschwert über den Häuptern der Rommerskirchener Verantwortlichen schwebt. Das so genannte "Quartierentwicklungskonzept Lerchenweg/Am Fronhof" sieht eine bauliche Entwicklung der gesamten Flächen entlang der Martinusstraße vor. Kurzfristig soll durch die jetzt gebilligte Ergänzungssatzung das Baurecht für vier freistehende Wohnhäuser geschaffen werden. Das Plangebiet im Bereich der Martinusstraße ist etwa 1800 Quadratmeter groß, das am Lerchenweg fast 7000 Quadratmeter. Die Verkehrserschließung soll über die bereits bestehende Martinusstraße, beziehungsweise den Lerchenweg erfolgen.

(NGZ)
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