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Rommerskirchen: Prognose: Kaum Frostschäden an Straßen

Rommerskirchen : Prognose: Kaum Frostschäden an Straßen

Angesichts des guten Allgemeinzustands der Gemeindestraßen rechnet Tiefbauamtsleiter Rudolf Reimert nicht mit großen Winterschäden. Demnächst werden die Straßen inspiziert. Für die Unterhaltung stehen 65 000 Euro bereit.

Auch wenn an den Ostertagen noch einige Schneeflocken zu sehen waren, dürfte die Hoffnung wohl berechtigt sein, dass der Winter vorbei ist. Im Straßenbild vieler Kommunen hat er seine Spuren hinterlassen. Was die Rommerskirchener Gemeindestraßen angeht, rechnet Tiefbauamtsleiter Rudolf Reimert damit, dass es eher glimpflich abgegangen ist.

"Angesichts des langen Winters sind wir einige Wochen im Rückstand, uns die Straßen genauer anzusehen", sagt Reimert. Optimistisch stimmen ihn der gute Allgemeinzustand der Straßen und die Erfahrungen der vergangenen Jahre. Die gleichfalls harten Winter 2010 und 2011 hatten keine nennenswerten Schäden an den Straßen hinterlassen. Sind die Straßen intakt, kann ihnen auch Schnee und langer Frost nicht viel anhaben, weiß Rudolf Reimert aus langjähriger Erfahrung. Lediglich auf bereits schadhaften Straßen kann das eindringende Wasser größere Schäden verursachen.

Dass der Zustand der Gemeindestraßen unter dem Strich als gut zu bezeichnen sei, ist auch das Fazit eines Berichts, den er kürzlich auf Antrag der UWG dem Planungs- und Bauausschuss vorlegte. Dass er dabei einige Straßen mit der Note "mangelhaft" versah, ist für Reimert lediglich eine Momentaufnahme. Überwiegend handele es sich dabei um Baustraßen, deren Endausbau inzwischen erfolgt sei beziehungsweise in Kürze bevorstehe. Als "mangelhaft" sei dann der Zustand keiner der Gemeindestraßen mehr zu bewerten. Lediglich sechs von rund 350 gemeindeeigener Straßen kommen dem Bericht zufolge auf die Bewertung "ausreichend": Neben der Dammstraße in Frixheim und der Kirchgasse in Rommerskirchen sind dies der Apfelmarkt in Eckum, die Erftstraße in Vanikum sowie die Straßen Am Pfaffenbusch und Am Rosenend in Ueckinghoven. "Einen Reparaturstau gibt es nicht", sagt der Tiefbauamtsleiter.

Dank der guten Koordination mit dem Erftverband und den Kreiswerken hätten in den vergangenen Jahren kleinere Arbeiten günstig erledigt werden können: Die Gemeinde konnte bei größeren Projekten der Entsorger "aufspringen" und Schäden ausbessern. Rudolf Reimert rechnet damit, dass die im Haushalt zur Verfügung stehenden Mittel auch diesmal ausreichen werden, um die Gemeindestraße in Schuss zu halten. Insgesamt sind hierfür 65 000 Euro vorgesehen. Für größere Instandsetzungen stehen 70 000 Euro zur Verfügung. Der Ausbau der Maternusstraße in Sinsteden sowie der Straßen An der Esche und An der Buche soll aus Mitteln des Grundstücksfonds bestritten werden.

Erfahrungsgemäß größere Schäden dürften an den Wirtschaftswegen entstanden sein. Eine genaue Übersicht gibt es jedoch erst dann, wenn die Mitarbeiter des Bauhofs ihre Bestandsaufnahme gemacht haben. Kleinere Schäden wie losgelöste Gehwegplatten beseitigen sie selbst. Sind größere Reparaturen nötig, erledigt die ein für die Gemeinde tätiges Tiefbauunternehmen. Rudolf Reimert rechnet damit, dass das für die Unterhaltung der Straßen bereit gestellte Geld auch in den kommenden Jahren reichen wird, wenngleich die Beseitigung der Winterschäden durchaus einige Zehntausend Euro kosten dürfte. Nicht ausreichen würden die Haushaltsmittel, wenn es um Wertsteigerungen von Straßen ginge. Hier gelte es zu prüfen, ob dabei auch die Anwohner beitragspflichtig sind.

(NGZ)