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Rommerskirchen: Presbyterium bereits komplett

Rommerskirchen : Presbyterium bereits komplett

Am 5. Februar wählen die Gemeinden der Evangelischen Kirche im Rheinland ihre Presbyterien. Nicht so in Rommerskirchen: Dort gibt es nur so viele Kandidaten wie Plätze, so dass man auf eine Wahl verzichtet.

In der Gemeinde Rommerskirchen werden die Presbyter nun im Rahmen einer Gemeindeversammlung ernannt. Der Kreissynodalvorstand der evangelischen Kirche hat dem Verfahren zugestimmt: Das neue Presbyterium steht damit bereits fest, obwohl formell das alte noch bis Februar im Amt ist.

Anstelle der langjährigen Gemeindesekretärin Brigitte Zilmer zieht demnächst Ramona Opczarzak ins Presbyterium ein: Die 32-Jährige ist in der evangelischen Gemeinde aufgewachsen und engagiert sich bereits ehrenamtlich im Kulturcafé und beim Gemeindefest. Nachfolger von Melanie Pagel wird Volker Schwach sein, der seit der Adventszeit 2010 als Prädikant bei der Gemeinde tätig ist, der er bereits seit Jahren verbunden war. Für Karola Janke-Hoppe rückt Klaus Barsikow ins Presbyterium ein: Er singt seit Jahren im Gospelchor "Roki Voices". Neben Steffen Griese und Dietmar Kröning machen Walter Grubert und die Frixheimer Küsterin Christine Schmitz ebenso weiter wie Jens Röpert und Karin Kremer-Schillings, die "Finanzchefin" der evangelischen Gemeinde.

"Geborenes" Mitglied ist Pfarrer Thomas Spitzer, der auch in den kommenden vier Jahren Vorsitzenden bleiben dürfte. Karin Kremer- Schillings nutzte die Gelegenheit der Gemeindeversammlung über den aktuellen Stand des Projekts "Kirchgabe" zu informieren. Eine freiwillige Kirchgabe haben die evangelischen Christen im August 2007 beschlossen: Bis 2030 wird sich Prognosen zufolge das Steueraufkommen der Evangelischen Kirche im Rheinland halbieren, und durch die freiwillige Kirchgabe wollen die Protestanten am Gillbach ihre Eigenständigkeit auch künftig wahren: 2011 haben sie immerhin ihr 50-Jahr-Jubiläum feiern können. Ganz so dramatisch wie seinerzeit befürchtet, stellt sich die finanzielle Situation der Gemeinde aktuell jedoch nicht dar, wie Karin Kremer-Schillings deutlich macht: "Aufgrund der guten wirtschaftlichen Entwicklung in den beiden vergangenen Jahren", sei es auch um das Kirchensteueraufkommen nicht gar so schlecht bestellt. Die seit 2007 gesammelte Kirchgabe musste die Gemeinde nach den Worten ihrer Finanzchefin "bislang nicht anrühren." Jährlich sind dabei rund 30 000 Euro zusammen gekommen. Auch wenn die in der ursprünglichen Modellrechnung anvisierte Zahl von 300 Gemeindemitgliedern, die durchschnittlich 20 Euro spenden, nicht erreicht werden konnte, fällt die Zwischenbilanz der evangelischen Gemeinde positiv aus. Die "festen Zahler" haben sich von 138 auf zuletzt 128 reduziert.

(NGZ/jul)