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Rommerskirchen: Politiker wollen zwei Bezirksbeamte

Rommerskirchen : Politiker wollen zwei Bezirksbeamte

Im Gemeinderat gab es einhellige Unterstützung für den Antrag der FDP.

Polizeihauptkommissar Ralf Hoffmann soll Unterstützung bekommen. Der Gemeinderat sprach sich jetzt einstimmig dafür aus, um einen zusätzlichen Bezirksbeamten zu kämpfen und folgte damit einem Antrag der FDP. Und nicht nur das: Nach kurzer Diskussion war der Vorschlag der Liberalen Stephan Kunz und Gerhard Heyner sogar noch erweitert worden - um die Forderung nach einer Verwaltungsassistenz für die Bezirksbeamten und nach einem neuen Einsatzfahrzeug. "Ein Zweirad reicht nicht aus", hatte Kunz in die Debatte geworfen und war damit auf offene Ohren gestoßen.

Auch die CDU ließ sich überzeugen und votierte schließlich für die ganz große Lösung. Im Vorfeld hatten sich die Christdemokraten um Michael Willmann mit Verweis auf die relativ geringe Kriminalität in Rommerskirchen lediglich für die Einstellung eines Polizeiverwaltungsassistenten anstelle eines zweiten Bezirksbeamten eingesetzt. "Wir sehen es als schwierig an, einen zweiten Bezirksbeamten hierhin zu bekommen", meinte Willmann.

Dass es nicht einfach werden dürfte, wird auch mit Blick auf einen Brief von Landrat Hans-Jürgen Petrauschke an Rommerskirchens Bürgermeister Martin Mertens deutlich. Der Landrat ist Chef der Kreispolizeibehörde und hatte geschrieben, "dass der gültige ministerielle Erlass den Kreispolizeibehörden die Planstellen für den Bereich des Bezirks- und Schwerpunktdienstes mit dem Schlüssel 1:10.000 Einwohner zuweist". Hier könnte sich allerdings in Zukunft etwas tun, eventuell nach der Landtagswahl. Zuständig sei das Innenministerium.

Antragsteller Kunz hatte unterdessen in der Ratssitzung dafür geworben, auch das Sicherheitsgefühl der Bürger zu berücksichtigen, ebenso den Aspekt der Abschreckung. Heinz Peter Gless, Fraktionsvorsitzender der SPD, verwies auf die große Fläche des Gemeindegebiets: "Da würden zwei Dorfsheriffs nicht schaden." Derzeit spielt bei der Bemessung der Zuweisung von Beamten die Fläche laut Landrat Petrauschke keine Rolle.

(ssc)