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Politik in Rommerskirchen: SPD nominiert Martin Mertens mit 100 Prozent

Kommunalwahl 2020 : SPD Rommerskirchen nominiert Mertens mit 100 Prozent

Der 37 Jahre alte Amtsinhaber ist jetzt offizieller SPD-Bürgermeisterkandidat für die Wahl im September. Für ihn votierten bei einem unterhaltsamen Abend vor vielen Gästen alle 37 Stimmberechtigten.

Das Ergebnis war für ihn nicht neu, trotzdem freute sich Bürgermeister Martin Mertens am Donnerstagabend sehr, dass ihn seine SPD Rommerskirchen zum zweiten Mal einstimmig zu ihrem Bürgermeisterkandidaten gewählt hat. Alle 37 stimmberechtigten Genossen sprachen sich in der Begegnungsstätte Butzheim für den 37-Jährigen als Kandidaten für die Kommunalwahl am 13. September aus. „Ich freue mich riesig über dieses Ergebnis“, sagte Mertens, gegen den bisher nur Stephan Kunz (FDP) antritt. SPD-Parteivorsitzender Johannes Strauch zeigte sich sehr zufrieden: „Die 100 Prozent hat Martin Mertens auch verdient. Er ist sehr dynamisch und wird Rommerskirchen weiter voranbringen.“ Sein Stellvertreter und Fraktionschef Heinz Peter Gless sagte: „Wir sind stolz auf unseren Bürgermeister und arbeiten gern mit ihm zusammen.“

Auf der SPD-Veranstaltung, bei der Mertens Vorgänger, Albert Glöckner, die Versammlungsleitung übernommen hatte, schaffte es der amtierende Rathaus-Chef, sich als „Bürgermeister für alle“, zu präsentieren. In einem kurzen Statement führte Martin Mertens seine Highlights aus seiner bisherigen Amtszeit auf: „Der Bau der neuen Rettungswache, für die wir lange gekämpft haben, die Ansiedlung von 550 neuen Arbeitsplätzen und die Schaffung neuer Wohngebiete“ seien nur einige der Punkte, die ganz Rommerskirchen zugute gekommen seien. Für die Zukunft setzt Mertens auf eine verbesserte Gesundheitsversorgung und eine ÖPNV-Anbindung auch der nördlichen Orte, für die im Spätsommer der „Roki-Liner“ starten soll. Auch die Angebote für Kinder und Senioren sollen erweitert werden – und weitere neue Arbeitsplätze und Wohnungen ermöglicht werden. „Ich möchte gemeinsam mit den Rommerskirchenern unsere Gemeinde weiterentwickeln“, sagte Mertens.

Vor rund 100 Besuchern hatte die SPD Rommerskirchen einen unterhaltsamen Abend auf die Beine gestellt, der musikalisch vom Saxophon-Quartett „Big Flaps“ der Kreisjugendmusikschule umrahmt wurde. Viele Vertreter von Rommerskirchener Vereinen und aus der Politik waren dabei, darunter Mertens’ Amtskollegen Reiner Breuer aus Neuss und Klaus Krützen aus Grevenbroich, Mertens Stellvertreterinnen Ellen Klingbeil (SPD) und Bianka Mischtal (CDU) sowie UWG-Fraktionschefin Ulrike Sprenger und der Grünen-Vertreter Nikolas Uerselmann. Es gab keine langatmige Vorstellungsrunde, sondern abwechslungsreiche Statements von fünf Weggefährten von Martin Mertens, die Ursula Bitzegeio von der Friedrich-Ebert-Stiftung aus ihnen hervorlockte. „Die Rommerskirchener müssten mit dem Klammerbeutel gepudert sein, wenn sie Dich nicht wiederwählen“, sagte Europaabgeordnete Petra Kammerevert. Viel Lob auch von Bedburgs Bürgermeister Sascha Solbach, der mit Mertens das „Rheinische Sixpack“ angeleiert hat, um eine gemeinsame Stimme im Strukturwandel zu haben, vom ehemaligen Bundesverkehrsminister Kurt Bodewig, der die Bemühungen um eine S-Bahn unterstützte, und von Ibrahim Yetim MdL zu Mertens’ Integrationsansatz: „Geflüchtete in die Arbeit mit Geflüchteten bei der Kommune einzubeziehen, ist vorbildlich.“