Politik in Rommerskirchen: CDU klärt „K-Frage“ erst im neuen Jahr

Politik in Rommerskirchen : CDU klärt „K-Frage“ erst im neuen Jahr

Denkbar ist auch die Unterstützung einer Bürgermeister-Kandidatin der Grünen.

Die CDU macht es weiterhin spannend: Die „K-Frage“ bleibt noch vier Monate lang offen. Ob die Partei zur Kommunalwahl im September 2020 einen Bürgermeisterkandidaten aufstellt, oder ob sie den einer anderen Partei unterstützt, soll abschließend erst am 10. Februar entschieden werden. Diese Marschroute bekräftigte Partei- und Fraktionschef Michael Willmann bei der ersten Mitgliederversammlung des Jahres im Restaurant „Vier Jahreszeiten“ des Seniorenparks Carpe diem.

Michael Willmann lässt die „K-Frage“ noch unbeantwortet. Foto: Rosenbaum, Bernd (bero)

Willmann kündigte „weitere Gespräche mit allen Parteien“ an. Die mit den Grünen sind ihm zufolge bereits fest terminiert. Darüber hinaus will die CDU nach den Worten ihres Vorsitzenden aber auch mit der SPD und der UWG über Möglichkeiten der Zusammenarbeit sprechen. Keinen Kontakt wird es aus den bekannten Gründen zur FDP geben. Deren vierköpfige Fraktion wurde nur möglich, weil die früheren Christdemokraten Stephan Kunz, Gerhard Heyner und Martin Drees zwischen 2015 und 2017 die CDU verlassen hatten. Bei den Gesprächen mit den Grünen wird es nicht zuletzt darum gehen, ob die CDU einen etwaigen Bürgermeisterkandidaten der Öko-Partei unterstützen könnte. Die suchen ihrerseits vorzugsweise nach einer Kandidatin, sind bis dato allerdings nicht fündig geworden. Letztlich ist die Diskussion laut Willmann „ergebnisoffen. Es gibt keine Entscheidungen und keine Tendenzen.“

Er rechnet damit, dass „sich die politische Landschaft nach der Wahl 2020 wahrscheinlich verändern wird.“ Seine Prognose: Von den 32 Sitzen im Rat würden für CDU und SPD insgesamt nur 20 abfallen, während er die anderen Parteien, nicht zuletzt wegen des „enormen Hypes“ um die Grünen bei 12 Ratsmandaten sieht. „Wir möchten Rommerskirchen mitgestalten. Das können wir nur gemeinsam“, zeigte sich Willmann überzeugt. Die Ratsarbeit sei seit 2017 „wesentlich angenehmer geworden“, sagte Willmann. In zentralen Fragen der Kommunalpolitik stimmt die Union mit der Linie von Bürgermeister Martin Mertens und der SPD überein. So will auch die CDU die Erschließung weiterer Gewerbegebiete und steht weiteren Baugebieten „konstruktiv-kritisch“ gegenüber, wie ihr seit 2012 amtierender Parteichef erklärte. Die 16 Wahlbezirke werde die Union besetzen können, konkrete Personalien sind in einzelnen Fällen noch offen.

Diskussionen gab es bei der nur 75-minütigen Zusammenkunft nicht. Die innerparteiliche Opposition hatte sich bereits im Oktober 2018 zurückgezogen. Zu Delegierten für den CDU-Kreisparteitag wählten die Mitglieder Katrin Harland-Kranendonk, Bianka Mischtal, Gabi Paulus, Michael Willmann, Holger Hambloch und Matthias Schlömer. Für die zurückgetretene Schriftführerin Andrea Hurtz wird Carsten Janssen das Amt kommissarisch bis zur Neuwahl im Herbst 2020 übernehmen.

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