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Rommerskirchen: Politik fordert Rettungswache

Rommerskirchen : Politik fordert Rettungswache

Der Rhein-Kreis Neuss soll eine Rettungswache in Rommerskirchen einrichten. Das forderten gestern alle Fraktionen des Rates in einer Resolution an Landrat Petrauschke. Der hält die Gemeinde für den falschen Standort.

Rommerskirchen braucht eine eigene Rettungswache. Das fordern alle Fraktionsvorsitzenden des Rommerskirchener Gemeinderates. Gestern Abend brachten sie auf Initiative der SPD eine Resolution an Landrat Hans-Jürgen Petrauschke auf den Weg, in der sie die Einrichtung einer Wache mit einem Rettungswagen auf dem Gemeindegebiet wünschen.

"Bei einem Herzinfarkt zählt jede Minute", beschreibt Martin Mertens, Vorsitzender der SPD-Fraktion in Rommerskirchen. Wenn dann aus den zu erreichenden acht Minuten nach der Alarmierung bis zu 14 Minuten werden, bis der Rettungswagen vor der Tür steht, dauert es Mertens zu lange: "Wir brauchen eine Wache mit eigenem Rettungsfahrzeug für Rommerskirchen." Im Rettungsausschus des Rhein-Kreises, in dem er als Kreistagsmitglied sitze, habe sich am 31. Januar gezeigt, dass die Versorgung noch verbessert werden müsse, so Mertens. "Das Vorhaben, einen Rettungswagen, der auch Rommerskirchen anfährt, in der neuen Rettungswache Neurath/Frimmersdorf zu installieren, scheint wegen der finanziellen Probleme der Stadt Grevenbroich auf unbestimmte Zeit verschoben", befürchtet er. Um die rettungsdienstliche Versorgung der Bevölkerung zu gewährleisten, müsse über einen Rettungswachen-Standort in Rommerskirchen nachgedacht werden, von dem aus dann auch Teile von Grevenbroich angefahren werden könnten.

In der von allen Fraktionsvorsitzenden unterschriebenen Resolution an den Landrat steht dazu: "Die Stationierung eines Rettungstransportwagens in Rommerskirchen ist hilfreich und geboten." Denn der Bedarf an einer guten rettungsdienstlichen Versorgung nehme dauerhaft zu.

Bereits im vergangenen Jahr hatte die Kreisverwaltung die Stationierung eines Rettungswagens in der Nähe der Rommerskirchener Gemeindegrenze zugesagt. Als geeigneten Standort nannte die Kreisverwaltung 2011 die von der Stadt Grevenbroich neu zu bauende Rettungswache Neurath/Frimmersdorf.

Landrat Hans-Jürgen Petrauschke hat Verständnis für den Wunsch nach einer Rettungswache: "Richtig ist, dass wir die Rettungswege kreisweit noch verbessern müssen." Er glaubt, dass Grevenbroich nach wie vor der bessere Standort ist: "Nach dem Rettungsbedarfsplan ist Rommerskirchen der falsche Standort." Er wolle allerdings die Anregungen aus Rommerskirchen prüfen und "nach einer guten Lösung für alle Bürger im Rhein-Kreis suchen".

(NGZ)