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Rommerskirchen: Paul Breitner baut Altenheim

Rommerskirchen : Paul Breitner baut Altenheim

Der ehemalige Fußballstar ist einer der Hauptinvestoren für eine Seniorenresidenz auf dem früheren Rewe-Gelände. Geht alles glatt, könnte das zweite Altenheim in der Gemeinde im Herbst 2013 bezugsfertig sein.

Die Ratssitzung am 22. März könnte zur Autogrammstunde werden. Bürgermeister Albert Glöckner zufolge ist es jedenfalls denkbar, dass Paul Breitner, Fußball-Weltmeister 1974 und Vize-Weltmeister 1982, persönlich zur Vorstellung seines neuen Projekts nach Rommerskirchen kommen wird: Breitner nämlich ist Miteigentümer der Investorengesellschaft Breitner/Lotz, die auf dem ehemaligen Rewe-Gelände an der Venloer Straße eine Seniorenresidenz errichten will. Damit nicht genug: Hinzu kommt der Bau von 33 altengerechten Wohnungen. Betreiber wird die Firma Carpe Diem sein, mit der die Investoren um Paul Breitner auch in der Region schon manch ein ähnliches Projekt realisiert haben.

Foto: Jazyk, Hans

Bereits im Sommer 2011 habe es den ersten Kontakt gegeben, berichtet Bürgermeister Albert Glöckner, der in einem weiteren Altenheim neben dem Caritashaus St. Elisabeth eine Bereicherung für Rommerskirchen sieht. Womit nach seiner Einschätzung das Ende der Fahnenstange nicht erreicht sein dürfte: "Mittelfristig wäre der Bedarf gedeckt, aber nicht langfristig", ist der Rathauschef überzeugt.

Auf dem Gelände befand sich bis zum 2002 erfolgten Umzug ins Center am Park der Rewe-Markt von Franz-Günther Herbel. 2006 siedelte der verbliebene Getränkemarkt in den Mariannenpark um. Seither lag das Gelände brach.

Erst kurz vor der Sitzung des Bau- und Planungsausschusses hatte Albert Glöckner Kenntnis von der Unterzeichnung des Notarvertrags erhalten. "Ästhetische Bauchschmerzen" bereitet das Vorhaben CDU-Fraktionschef Wolfgang Könen, Willi Feil (UWG) und dem Ausschussvorsitzenden Manfred Heyer (SPD) — Feil sprach gar von einem "Klotz" der entstehen werde. Dezernent Bernd Sauer sieht das Ganze weniger dramatisch: "In der Bebauung wird es sich anpassen." Die Seniorenresidenz soll dreistöckig gebaut werden, das hinzu kommende Obergeschoss wird nach Sauers Worten "ein reines Staffelgeschoss sein." Unter dem Strich wird das neue Altenheim eines der größten Gebäude im Gemeindegebiet sein. Fürs "Catering" wird dem Vernehmen nach Franz-Günther Herbel sorgen. Zudem ist für das Altenheim ein Restaurant geplant.

Carpe Diem und Investor Paul Breitner haben sich Sauer zufolge bewusst für ein Heim an einer Hauptverkehrsader entschieden. Ältere Menschen wollten so viel wie möglich am Leben um sie herum teilnehmen, und sei es nur per "Fernsehen durchs Fenster", so Sauer. Geht baurechtlich alles glatt, könnte im Juni mit der Arbeit begonnen werden. Bezugsfertig wäre das Altenheim im Herbst 2013.

(NGZ/rl)