Rommerskirchen: Pastoralkonzept bald genehmigt

Rommerskirchen : Pastoralkonzept bald genehmigt

Beim Neujahrsempfang der Pfarreiengemeinschaft Rommerskirchen-Gillbach blickten die Katholiken auf Änderungen durch das Pastoralkonzept und ehrten verdiente Gemeindemitglieder.

Die Katholiken der Pfarreiengemeinschaft Rommerskirchen-Gillbach stehen vor einem engagierten Jahr. Beim Neujahrsempfang blickte Manfred Burtscheidt, Vorsitzender des Pfarrgemeinderats der Pfarreiengemeinschaft, in seiner Ansprache voraus: In den nächsten Monaten erwarten die Katholiken am Gillbach eine Stellungnahme des Erzbistums zum 2011 erarbeiteten Pastoralkonzept.

Dessen Genehmigung steht außer Zweifel. "Entscheidend wird aber nicht sein, was im Pastoralkonzept schwarz auf weiß zu Papier gebracht worden ist, sondern das, was dazu dient, die Kirche vor Ort als eine lebendige und frohe Gemeinschaft im Glauben tatsächlich zu fördern". Das Konzept, das ausdrücklich mehr sein wolle als ein bloßes Selbstporträt der Gemeinde, tatsächlich mit Leben zu erfüllen, sei eine Aufgabe aller Pfarrangehörigen, betonte Burtscheidt.

Einer der engagierten Katholiken erhielt beim Neujahrsempfang eine besondere Auszeichnung: Karl Josef Eichel erhielt den päpstlichen orden "pro ecclesia et pontifice" (für Kirche und Papst) — als "Bote des Papstes" fungierte Dechant Monsignore Franz Josef Freericks.

Der erste Kommentar von Eichel war durchaus bezeichnend: "Rut-Wieß" entfuhr es ihm spontan, als er die Schatulle sah, in dem der päpstliche Orden aufbewahrt wird. Und das war passend für Eichel: Bis 2009 stand der gebürtige Kölner nämlich 16 Jahre an der Spitze der Karnevalsgesellschaft "Rut-Wieß" Rommerskirchen.

Erhalten hat der 63-Jährige die hohe Auszeichnung allerdings nicht wegen seiner Verdienste um den Karneval, sondern für sein kirchliches Engagement: Im März 1987 nahm er seine Tätigkeit im Kirchenvorstand der Gemeinde St. Peter auf, von 1997 bis 2009 war er dessen stellvertretender Vorsitzender und damit "ranghöchster Laie" der Rommerskirchener Katholiken.

Der zuletzt in Diensten der Landesbausparkasse stehende Finanzexperte hat das Dekanat zeitweise im Kirchensteuerrat des Erzbistums vertreten. Nach wie vor gehört Karl Josef Eichel dem Caritasrat im Rhein-Kreis Neuss an.

Neben den Ehrungen und Ausblicken galt es beim Neujahrsempfang auch Abschied zu nehmen: Jens Besten, vier Jahre lang für die Kirchenmusik in Evinghoven, Oekoven und Hoeningen zuständig, wechselt nach Bergisch-Gladbach. Die langjährige Pfarrsekretärin Sieglinde Schlenker dagegen wechselt in den Ruhestand, wird der Gemeinde jedoch weiterhin erhalten bleiben.

Bestens eingelebt hat sich Gemeinderreferentin Margret Keusgen, die seit nunmehr einem Jahr im Pfarreienverband tätig ist. Lediglich einen Wunsch für 2012 hat sie derzeit noch offen: Auch wenn der Umzug ihres Büros vom Nettesheimer Pfarrhaus in die benachbarte Bücherei bereits im Sommer erfolgt ist, muss sie dort bisher vergeblich auf einen Telefonanschluss warten.

(NGZ)
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