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Online-Diskussion über Strukturwandel in Rommerskirchen

Wirtschaft in Rommerskirchen : Online-Diskussion über Strukturwandel in Rommerskirchen

Wer sich für diese sehr viele Menschen auch in Rommerskirchen betreffende Entwicklung des Strukturwandels interessiert, sollte sich am Dienstag, 25. August, ab 18 Uhr auf den Facebook-Kanal von Martin Mertens zuschalten.

Der scheidende Grünen-Politiker Jupp Kirberg hatte unlängst in einer Sitzung im Rathaus Rommerskirchens Bürgermeister Martin Mertens aufgefordert, den nicht so tief im Thema steckenden Zuhörern im Saal doch mal die Grundzüge und Hintergründe des Strukturwandels in der Region zu erläutern. Mit Blick auf die fortgeschrittene Stunde hatte der Verwaltungschef dies abgelehnt. .

Auf Facebook wird der Bürgermeister dann online mit zwei Wissenschaftlern über das Thema diskutieren – mit besonderem Blick auf den „Kraftpark Nordrevier“, der die Zukunft im Rheinischen Braunkohlerevier sein könnte. Ursprünglich war eine Podiumsdiskussion in größerem Rahmen geplant, die aufgrund der aktuellen Corona-Lage jedoch nun durch eine digitale Variante ersetzt wird.  Die Bürger können dabei auch Fragen stellen. Darüber hinaus werde im Anschluss die gesamte Diskussion auch dauerhaft abrufbar auf der Homepage der Gemeinde verfügbar sein, hieß es aus dem Rathaus.

Mertens sieht den  Strukturwandel im Rheinischen Revier als eine der großen Herausforderungen für die nächsten Jahre. Denn in zwei Jahren werden sieben Kraftwerksblöcke in der Nachbarstadt Grevenbroich abgeschaltet. Rommerskirchen hat sich als Mitinitiator bei verschiedenen Interessensverbänden im Rheinischen Braunkohlerevier schon frühzeitig eingebracht. Ziel soll es sein, auch nach dem auf Bundesebene beschlossenen Kohleausstieg eine zukunftsfähige Wirtschaftsregion zu bleiben.

Eines der wichtigsten Themen wird das von Bürgermeister und Gemeinderat einstimmig angestoßene Projekt „Kraftpark Nordrevier“ sein. Hier geht es um die ursprünglich für die Kraftwerkserweiterung vorgesehenen Flächen zwischen Grevenbroich-Neurath, Bedburg-Rath und Vanikum. Dort beabsichtigt die Gemeinde mit Hilfe des Landes NRW, des RWE und der verschiedenen Initiativen der Zukunftsagentur Rheinisches Revier (ZRR) unter Beteiligung der Nachbarstädte eine Ansiedlung innovativer Unternehmen. Darunter fallen laut Mertens Firmen  aus der Öko-Energiebranche wie die Solarzellenforschung und die Batterieentwicklung genauso wie die Herstellung moderner Fahrzeugteile aus dem Leichtbausektor: „Hier setzen wir auf gesunde Mittelständler und innovative Start-Ups“.

Die Zukunftsagentur Rheinisches Revier (ZRR) hat das Projekt „Kraftpark Nordrevier“ bereits mit dem ersten Stern als „substanzielle Projektidee“ ausgezeichnet.