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Rommerskirchen: Neues Lager fürs Getreide

Rommerskirchen : Neues Lager fürs Getreide

Der erste Bauabschnitt für den neuen Lagerstandort der Buir-Bliesheimer Agrargenossenschaft ist zur Erntesaison fertig geworden. Das Projekt soll 2013 abgeschlossen sein. Bisher wurden sechs Millionen Euro investiert.

Peter-Josef Gormanns ist selbst erstaunt: "Noch vor zwei Wochen hätte ich nicht geglaubt, dass es klappen würde." Nicht allein zur Überraschung des Geschäftsführers der Buir-Bliesheimer Agrargenossenschaft konnte der erste Bauabschnitt für den neuen Lagerstandort termingerecht zur Erntesaison abgeschlossen werden. Deren heiße Phase steht in den kommenden Wochen bevor.

Mit einer geplanten Lagerkapazität von 40 000 Tonnen Getreide handelt es sich um das größte Gebäude seiner Art, wie Wolfgang Zimmermann von der Agravis-Raiffeisen sagt, der als Projektleiter für den Bau verantwortlich zeichnet. Der Bau hat sich buchstäblich in Rekordtempo vollzogen: Begonnen wurde mit den Arbeiten erst am 5. Februar. Seit der Gemeinderat im Mai 2010 den "Umzug" der Genossenschaft vom Eckumer Steinbrink in die Nähe des Nettesheimer Wegs gebilligt hatte, mussten in den Folgemonaten die Voraussetzungen dafür geschaffen werden, dass aus Ackerland Gewerbefläche wurde. In die neun Silos passen nach Abschluss des sechs Millionen Euro teuren, ersten Bauabschnitts schon jetzt 18 500 Tonnen Getreide. Zum Vergleich: In Eckum wurden Peter-Josef Gormanns zufolge 15 000 Tonnen angenommen, von denen nur 8000 tatsächlich vor Ort eingelagert werden konnten.

Ein Stück Zukunft der Gemeinde

Das Gesamtprojekt soll 2013, "allerspätestens 2014" abgeschlossen werden, erläutert Gormanns den Terminplan. Dies bedeutet, dass die beiden bisherigen Lagerstandorte der Buir-Bliesheimer in Köln-Bocklemünd und Niederaußem geschlossen werden. Auch der derzeit gut laufende Markt der Genossenschaft an der Eckumer Bahnstraße ist ein Auslaufmodell. Denkbar ist, dass hier in einigen Jahren ein Baumarkt stehen könnte, doch ist dies Peter-Josef Gormanns zufolge derzeit noch nicht spruchreif. Gemeinsam mit Bürgermeister Albert Glöckner und Willi Kremer-Schillings vom Vorstand der Genossenschaft unternahm Gormanns gestern eine erste Ortsbegehung —inklusive der "Ersteigung" eines der über 30 Meter hohen Silos. Die Silos sind etwas kleiner als das kürzlich abgerissene Eckumer Silo, das 43 Meter hoch war.

In dem hochmodernen Neubau der Buir-Bliesheimer sieht Albert Glöckner "ein Stück Zukunftssicherung" für die Gemeinde. Lärmbelästigungen für die Anwohner werden angesichts des Standorts und der verbauten Schallschutzmaßnahmen nicht entstehen. Auch die Wartezeiten für die bislang zuweilen lange Schlange stehenden Landwirte werden künftig drastisch verkürzt.

(NGZ)