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Rommerskirchen: Neues Konzept für den Bahnhof

Rommerskirchen : Neues Konzept für den Bahnhof

Mehr als zehn Behörden haben inzwischen ihre Zustimmung für die Umgestaltung des Bahnhofs gegeben. Das Kölner Ingenieurbüro Vössing hat jetzt die Vorplanung präsentiert.

Zu denjenigen, die am besten mit der Situation des Eckumer Bahnhofs vertraut sind, zählt das Kölner Ingenieurbüro Vössing. Mehr als zehn Jahre sind es inzwischen her, dass es maßgeblich an einer Planwerkstatt mitwirkte, in deren Folge der Bahnhof umgestaltet werden sollte. Nichts lag daher für die Gemeinde näher, nach dem Ende 2010 erfolgten Ankauf des Bahnhofsgeländes das Ingenieurbüro erneut mit einer Planung zu betrauen.

Gar so groß dimensioniert wie 2001 sind die jetzigen Aussichten für einen "neuen" Bahnhof zwar nicht mehr, gleichwohl grenzt es nach den Worten von Bürgermeister Albert Glöckner an "ein mittleres Wunder", dass mehr als zehn Behörden ihre Zustimmung für das neue Konzept signalisiert haben. Friedhelm Richter, bereits 2001 bei der Planwerkstatt dabei, konnte einige Teilelemente der früheren Planung "retten" — was zum Teil jedoch auch durch die Rechtslage nötig geworden ist. Dies betrifft etwa die Umgestaltung der Unterführung, bei der schon vor zehn Jahren behindertengerechte Rampen vorgesehen waren.

Ohne Barrierefreiheit gäbe es heute keine Förderung, ohne die das Projekt nicht umgesetzt werden könnte. Die Unterführung soll wesentlich besser einsehbar und mit einem Aufzug ausgestattet werden. Die Deutsche Bahn wird den Aufzug bauen, die Gemeinde wird dafür voraussichtlich 45 000 Euro zahlen müssen. Hinzu kommen laut Glöckner die jährlichen Betriebskosten in Höhe von 10 000 bis 20 000 Euro. Völlig neu überplant wird vor allem auch das Gelände des alten Schrottplatzes. Sarah Quadt vom Ingenieurbüro Vössing spricht von 209 neuen Parkmöglichkeiten, wobei auch drei Parkplätze für Behinderte vorgesehen sind.

Neben der Linie 871 werden künftig auch die beiden Linien 871 und 891 direkt den Bahnhofsvorplatz anfahren, die zurzeit ihre Haltestellen an der Bahnstraße haben. Die Straße Hermeshoven soll künftig direkt in die Bahnstraße münden. Fußgänger und Radfahrer können den Bahnhofsvorplatz Sarah Quadt zufolge jedoch weiterhin "direkt über die alte Führung von Hermeshoven erreichen, ohne den Umweg über die Bahnstraße nehmen zu müssen." Auch eine Sozialstation für die Busfahrer soll es geben, nämlich im ehemaligen Bürogebäude des Schrotthandels. In der aktuellen Planung zwar noch nicht enthalten, doch leicht in sie integrierbar ist nach Auskunft der Planerin auch eine vom Steinbrink zum Gillbach führende und von dort zum neuen Park & Ride-Platz reichende Verbindung für Fußgänger. Die Werkstatt des bisherigen Steinmetzbetriebs Dunkel hat die Gemeinde für die Einrichtung einer Fahrradstation angekauft.

(NGZ/rai)