Rommerskirchen: Neues Domizil für die Tafel

Rommerskirchen : Neues Domizil für die Tafel

Die Rommerskirchener Tafel wird ihr Domizil künftig in der ehemaligen Sparkassen-Filiale in Neuss haben. Läuft alles nach Plan, soll der Umzug Ende November beendet sein.

Die etliche Monate währende Suche ist beendet: Die Tafel wird künftig in dem bis 2004 von der Sparkasse Neuss als Filiale genutzten Gebäude beheimatet sein. "Wir haben zwei Winter unter unwürdigen Bedingungen gearbeitet.

Das reicht, zumal es auf die Dauer auch gesundheitsschädlich ist", sagt Tafel-Sprecherin Heidrun Zellekens. Im ehemaligen Tafel-Domizil an der Kastanienallee gibt es seit Jahren keine funktionierende Heizung und auch ansonsten ist das ohnehin zum Abriss bestimmte, ehemalige Verwaltungsnebengebäude in einem maroden Zustand.

Ab 1. November läuft der Mietvertrag für die neue Unterkunft, doch wird es noch eine Weile dauern, bis die Tafel ihren Betrieb an der Bahnstraße tatsächlich aufnehmen kann. "Bis spätestens Ende November wollen wir aber doch fertig sein", sagt Margret Lichter, die bei der Suche nach einer Bleibe für die Tafel mit an vorderster Front aktiv war.

Dass ihr Sohn Horst bei der ZDF-Show "Wer rettet die Million" gewonnen und 100 000 Euro für die Tafel gespendet hat, machte den Umzug überhaupt erst möglich. Mit dem vom TV-Koch zur Verfügung gestellten Geld kann die Tafel nun auch Miete zahlen.

"Dank der großzügigen Spende ist sie im Moment tragbar", beschreibt Heidrun Zellekens den Rahmen. Zugleich nutzt sie die Gelegenheit, dem hier und da anzutreffenden Missverständnis entgegen zu wirken, die Tafel sei nun womöglich "reich" geworden. Das von Horst Lichter gespendete Geld darf nämlich nicht für Lebensmittel und andere Dinge verwendet werden. Vielmehr kann es ausschließlich für den organisatorischen Betrieb der Einrichtung genutzt werden, wozu auch die Miete für eine Unterkunft zählt.

Heidrun Zellekens und ihre Mitstreiter bedauern jedenfalls, dass seit der Großspende Lichters die kleineren Zuwendungen nachgelassen haben. Die von der Sparkasse vor sieben Jahren verlassenen Räume sind später als Sonnenstudio genutzt worden — bis Anfang des Jahres war hier ein Elektrogeschäft. Folglich sind sie in einem vergleichsweise guten Zustand. Zudem sind weitere kleinere Arbeiten nötig, wobei sich Heidrun Zellekens und Margret Lichter über möglichst viele freiwillige (Umzugs-)Helfer freuen würden: Erste Rückmeldungen gibt es schon: Fünf Mitglieder der Feuerwehr wollen am Samstag helfen.

(NGZ/rl)