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Rommerskirchen: Neuer Sparkassen-Spielplatz eröffnet

Rommerskirchen : Neuer Sparkassen-Spielplatz eröffnet

Mehrere hundert Besucher kamen am Sonntag zur Eröffnung des neuen Kinder- und Jugendspielplatzes gleich neben Schule und Kindergarten. Das Projekt, das Auszubildende umsetzten, erfreut sich großen Rückhalts in der Bevölkerung.

Julia Schmitz wird ab Montag in der Sparkassen-Filiale in Vorst anzutreffen sein, Gentrit Shabani setzt seine Ausbildung in Wevelinghoven fort, während Alexander Diart zunächst an der Oberstraße in Neuss stationier" ist. Den drei angehenden Bankkaufleuten gemeinsam ist, dass sie die zurückliegende Woche völlig fachfremd verbracht und bei der Herrichtung des "Sparkassen-Spielplatzes" in Frixheim geholfen haben.

Insgesamt 28 Auszubildende hat die Sparkasse in Sachen "Team Spirit" geschult, wobei bei der ungewohnten Arbeit auch der Spaß nicht zu kurz kommen sollte. Dennoch war die Woche "anstrengend", wie Shabani am Samstag anlässlich der Eröffnung durch Bürgermeister Albert Glöckner und Sparkassen-Vorstand Heinz Mölder sagte. Handwerkliche Arbeiten wie "Flexen, Schrauben und Bohren", waren dem 18-Jährigen zwar nicht völlig unvertraut, in dieser Intensität jedoch bislang unbekannt. Julia Schmitz (20) war bei Verlegen des Rollrasens und dem Spannen der Seile für die Klettergerüste dabei und hat dabei ebenso wie Alexander Diart (19) manch eine "ganz neue Erfahrung gemacht." Das auf dem alten Fußballplatz des einstigen TuS Gilbach neu entstandene Gelände weist neben einem klassischen Kinderspielplatz auch einen Bereich aus, der eher für Jugendliche bestimmt ist.

Während die Jungen und Mädchen der "Pusteblume" es kaum erwarten konnten, dass Glöckner und Mölder das Band zerschnitten und den Spielplatz offiziell eröffneten, musterten die Jugendlichen "ihr" Areal mit kritisch wachem Blick. "Das Wichtigste ist der Bolzplatz", meinte Julian Tepper. Für Sebastian Frankel und Hannah Böhmer, die an den im März vom Butzheimer Jugendhaus entwickelten Vorschlägen mitgewirkt hatten, ist hingegen die Schutzhütte "ein wenig klein geraten." Was für die beiden indes ein bloßer Wermutstropfen blieb, denn letzten Endes freuten auch sie sich darüber, dass der Platz mittlerweile fertig ist. Während Rathaussprecher Elmar Gasten von "einem Gewinn für die Gemeinde" sprach, ist der Spielplatz für Glöckner "ein Gemeinschaftswerk, das in dieser Form einmalig in Rommerskirchen ist." Umso nötiger sei eine solche "Erlebnisinsel", als es "im normalen öffentlichen Raum keinen Platz mehr zum Spielen" gebe, sagte der Bürgermeister. "Um sich zu entwickeln, zu lernen und um eine unbeschwerte Kindheit und Jugend zu erleben, brauchen Kinder und Jugendliche solche Plätze."

Auch die Gemeinde hatte übrigens "Manpower" beigesteuert: Den über das Gelände führenden Weg hat Hans Schumacher vom Tiefbauamt nahezu im Alleingang angelegt. Auf Rommerskirchener Seite hat das Projekt viel Zuspruch erfahren: "50 Koteletts, 70 Würstchen, je 20 Putenkoteletts und- würstchen jeweils fünf Kilo Nudel- und Weißsalat, sowie fünf Kilo Tomaten", hat die Bürgerstiftung laut ihres Vorsitzenden Eckart Roszinsky den Azubis bei einem Grillabend spendiert.

(NGZ)