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Rommerskirchen: Neue Parkplätze am Bahnhof

Rommerskirchen : Neue Parkplätze am Bahnhof

Mehr Parkraum ist nur der erste Schritt bei der Umgestaltung des Eckumer Bahnhofsgeländes. Weitere Flächen sollen hinzugekauft werden. Teurer als erwartet wird die angestrebte Barrierefreiheit.

Die Zahl der Parkplätze auf dem Eckumer Bahnhofsgelände soll weiter erhöht werden – über das zunächst geplante Maß hinaus. Für Bürgermeister Albert Glöckner lassen die Zahlen an dieser Notwendigkeit keinen Zweifel: Auch die zweite Hälfte des früheren Schrottplatzes, dessen Räumung die Gemeinde gerichtlich erkämpft hat, "wird bereits in großem Maß als Parkplatz genutzt", so der Bürgermeister.

Auf dem einstigen Schrottplatzgelände sind vor mehr als zwei Jahren 60 neue Parkplätze für Nutzer der Bahn entstanden. Eine im vergangenen Herbst vorgenommene Zählung ergab, dass allein in diesem Bereich 94 Fahrzeuge abgestellt wurden. Auf dem Bahnhofsvorplatz waren es insgesamt 134. Albert Glöckner verweist auf eine Stichtagszahlung des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr: Die hat ergeben, dass der Bahnhof binnen eines Jahres von 300 Kunden mehr genutzt worden ist.

Stellplätze für 120 Fahrräder

Die Planung sieht die Schaffung eines Park&Ride-Geländes mit mindestens 150 Parkplätzen ebenso vor wie ein erweitertes Angebot an Stellplätzen für 120 Fahrräder. So nötig sie sind – die Schaffung neuer Parkplätze ist nur einer der ersten Schritte hin zu einer durchgreifenden Umgestaltung des Bahnhofsgeländes. Läuft alles nach Plan, könnte damit frühestens 2013 oder 2014 begonnen werden. Was nicht heißt, dass einige Vorbereitungsarbeiten nicht schon erfolgt wären. So hat etwa die Firma Amprion in den vergangenen Wochen die für die Transformatorenverladung von RWE nötige Gleisanlage erneuert. Das zweite frühere Gleis des Güterbahnhofs ist mit den Bahnschwellen demontiert. Hier können kurzfristig weitere Parkplätze entstehen. Mit Blick auf neue Fahrradplätze sind zahlreiche Bäume im Umfeld abgeholzt worden. Angesichts der Vielzahl konkurrierender Nutzungen sind Albert Glöckner zufolge jedoch schon jetzt Raumprobleme unverkennbar.

Dies hat damit zu tun. dass das neue Bahnhofsvorfeld barrierefrei sein soll. Eine bislang von der Buir-Bliesheimer Agrargenossenschaft genutztes Areal will die Gemeinde daher ebenso ankaufen wie eine kleinere Fläche, die noch der Bahn gehört. Höher als geplant ist daher auch der finanzielle Aufwand für die Vermessung des Bahnhofsgeländes: "Die Höhenvermessung muss vorgezogen werden, um Gewissheit über den tatsächlichen Höhenunterschied zwischen der Sohle der Unterführung und dem Geländeniveau zu erhalten", erläutert der Bürgermeister. Was nicht billig wird. Je 50 Zentimeter Höhenunterschied sind 7,50 Meter Rampe erforderlich, der laufende Meter Rampe kostet 10 000 Euro.

(NGZ)