Rommerskirchen: Neue Ehrenordnung für verdiente Bürger

Rommerskirchen: Neue Ehrenordnung für verdiente Bürger

Die Gemeinde wird einen Ideenwettbewerb ausschreiben, wie sie besondere Verdienste würdigen soll.

Die Gemeinde bekommt eine neue Ehrenordnung. Die schriftliche Neufassung hat der Rat zuletzt einstimmig beschlossen. Zugleich sollen nun auch die Bürger als potenziell zu Ehrende das Wort haben: Die Verwaltung hat nun den Auftrag, "zeitnah" einen Ideenwettbewerb zu initiieren, um eine neue, repräsentative Ehrengabe zu schaffen.

In den vergangenen Jahren erhielten verdiente Bürger stets beim Neujahrsempfang als Präsent ein Gemälde örtlicher Künstler. In der Zeit davor war lange der "Ehrenteller" im Einsatz: Der Zinnteller zeigte das offizielle Gemeindewappen mit dem "fünflatzigen Turnierkragen", wie das Symbol bei Experten heißt. Dieses symbolisiert die Einheit der 1975 aus damals fünf Kommunen entstandenen heutigen Gemeinde Rommerskirchen.

Damit noch längst nicht genug: Die Träger der Ehrengabe der Gemeinde - stets sind es drei, zumeist Einzelpersonen, zuweilen aber auch Gruppierungen wie die Rommerskirchener Tafel oder der Theaterverein Gillbachbühne - sollen im Rathaus auch "verewigt" werden. So prüft die Verwaltung, ob die bisherigen Träger der Ehrengabe "in einer repräsentativen Übersicht" im Eingangsbereich des Rathauses beziehungsweise im Ratssaal dargestellt werden können, wie es in dem Beschluss heißt.

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Die auf Betreiben des Ordensexperten und -sammlers Bernd Klaedtke (SPD) zustande gekommene Neufassung der Satzung enthält Regelungen für sämtliche Arten von Ehrungen, die die Gemeinde vergeben kann: Ob es nun um den Sport geht oder die Eintragung ins Goldene Buch, etwaige Lücken sind nicht ersichtlich. Prüfen soll die Verwaltung schließlich auch, ob der Romaricus-Preis "reanimiert" werden soll, mit dem die Gemeinde künstlerische, aber auch wissenschaftliche Verdienste würdigt. Zuletzt war der Preis 2010 an den aus der Gemeinde stammenden Historiker Professor Hans Georg Kirchhoff verliehen worden.

Bernd Klaedtke hatte als neue Ehrengabe eine "moderne, tragbare Plakette" vorgeschlagen, für die als Motive das Logo der Gemeinde oder ihr Siegel in Frage kämen.

(S.M.)