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Rommerskirchen: Neue Betreuer für die Jugend

Rommerskirchen : Neue Betreuer für die Jugend

Die neuen Jugendleiter der evangelischen Gemeinde erhielten jetzt ihre Zertifikate. Zehn weitere Jugendliche und junge Erwachsene wollen sich unter Anleitung von Prädikant Volker Schwach ausbilden lassen.

Gut 100 Ehrenamtler engagieren sich in der evangelischen Gemeinde — ob nun kontinuierlich oder von Fall zu Fall. Etwas weniger gut sah es zeitweise um die Jugendarbeit der Rommerskirchener Protestanten aus: Auch wenn diese nicht regelrecht darniederlag, konnte sie einen frischen Schub dennoch gut gebrauchen. Gesorgt hat dafür Prädikant Volker Schwach, doch hat er dies natürlich nicht allein zuwege gebracht: Sechs neue Jugendleiter konnten jetzt während des Gottesdiensts von Pfarrer Thomas Spitzer ihre "Jugendleiterkarte" entgegennehmen.

Anders als in früheren Zeiten, in denen es für Ehrenamtler in der Jugendarbeit genügte, einen Kopf größer zu sein als seine Schützlinge, werden heute deutlich höhere Anforderungen gestellt. Nicht weniger als zwei Jahre haben sich die sieben Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf ihre Aufgabe vorbereitet.

"Es macht Spaß, mit Jugendlichen zu arbeiten und sie nicht nur herumzukommandieren", beschreibt Lukas Griese (16) seine Motivation zum Mitmachen. Entstanden ist sie bei ihm bereits, als er noch Konfirmand war — so ist er nun der jüngste des Teams.

Seine erste Bewährungsprobe hat dieses kürzlich beim evangelischen Kirchentag in Dresden bestanden: Dort mussten nicht allein die mitgereisten Jugendlichen aus Rommerskirchen betreut werden. Zugleich galt es, 400 Teilnehmer des Kirchentags, die in einer Schule untergebracht waren, zu versorgen. Beim Frühstücksdienst waren die jetzt "zertifizierten" Ehrenamtler bereits in aller Herrgottsfrühe um 4.30 Uhr auf den Beinen. Eine nachhaltige Erinnerung ist jedenfalls für Ramona Owczarczak (32) "das positive Feedback der Jugendlichen" geblieben.

Die zweijährige Ausbildung zu Jugendleitern erfolgte vorwiegend an Wochenenden und im Urlaub. Dabei war allerhand "trockenes Brot" zu kauen, doch an der Kenntnis wichtiger einschlägiger Bestimmungen des Jugendschutzgesetzes und anderer Vorschriften führt nun einmal kein Weg vorbei.

Volker Schwach, der schon seit Jahrzehnten in der evangelischen Jugendarbeit engagiert ist, kann sich inzwischen über weitere Früchte seiner Arbeit freuen: Bereits jetzt stehen weitere zehn Jugendliche bereit, die die zweijährige Ausbildung zum Jugendleiter absolvieren möchten.

Fertig wären sie pünktlich zum nächsten Kirchentag in Hamburg. Für Volker Schwach Grund genug für ein ehrgeiziges Ziel: "Es wäre doch gelacht, wenn wir dann nicht mit mindestens 20 Jugendlichen aus Rommerskirchen vertreten wären." Vielleicht werden es sogar noch mehr ...

(NGZ)