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Rommerskirchen: Netzwerk kann jetzt Spenden sammeln

Rommerskirchen : Netzwerk kann jetzt Spenden sammeln

Ein neuer Verein für das Netzwerk 55 plus macht die finanzielle Unterstützung durch Gönner erst möglich.

Es ist eine auch von den Beteiligten kaum erwartete Erfolgsgeschichte: Als sich im September 2009 in Rommerskirchen das Seniorennetzwerk 55 plus bildete, rechnete Beate Müller, die damalige "Aufbauhelferin" der Caritas, seinerzeit mit etwa 80 Interessenten. Längst sind es zeitweise mehr als 300 Mitwirkende geworden, die sich in vielen Arbeitsgruppen engagieren.

Die mehr als zwei Jahre anhaltende Diskussion darüber, wie es nach dem Ausscheiden der Caritas Mitte 2013 weitergehen solle, ist beendet: Seit einem Jahr ist Kerstin Maaßen vom Sozialamt Ansprechpartnerin für die Netzwerker. Und jetzt gibt es auch eine positive Nachricht zum Thema Finanzen. Ein nunmehr nach den Vorschriften des Bürgerlichen Gesetzbuchs entstandener Verein "darf für alle Zwecke im Seniorenbereich Spenden entgegen nehmen", sagt Helmut Turowski.

"Die bisherigen Strukturen des Netzwerks werden davon überhaupt nicht berührt. Wer partout nicht in einen Verein eintreten will, der braucht es auch nicht" , sagt der frühere IBM-Manager, der 2009 zu den Mitgründern des Netzwerks zählte. Unter dem Strich bedeute die jetzige Lösung lediglich: "Das Netzwerk ist selbständig geworden und es gibt die Möglichkeit, zu spenden." Der ursprünglich ins Auge gefasste Förderverein konnte in der beabsichtigten Form nicht gegründet werden.

"Es war für uns auch überraschend", sagt Netzwerk-Sprecher Helmut Turowski, dem zufolge "rein juristische Gründe" ausschlaggebend gewesen seien. "Ein Förderverein kann nur dann als gemeinnützig anerkannt werden, wenn der zu Unterstützende entweder ein Verein oder eine öffentlich-rechtliche Körperschaft ist", erläutert Turowski. Das Netzwerk als solches ist weder das eine noch das andere, sondern vielmehr juristisch gar nicht existent. Was nach dem Willen vieler Mitwirkender, die keineswegs einem Verein beitreten wollten, auch so bleiben soll. Das Problem konnte indes leicht gelöst werden, indem der Begriff des "Fördervereins" aus der Satzung entfernt wurde.

Zu den populärsten Einrichtungen des Netzwerks zählt der Theaterbus, dessen Initiatorin Beate Plück manchem Netzwerker als "Quoten-Queen" gilt. Mit dem Theaterbus stellt sie von Saison zu Saison neue Rekorde auf: Für die ab September wieder startenden Fahrten haben sich erstmals mehr als 100 Theaterenthusiasten angemeldet. Ein Sommerfest des Netzwerks wird es in diesem Jahr erstmals nicht geben. Nicht ungewürdigt bleiben soll Beate Plück zufolge jedoch der im September bevorstehende fünfte "Geburtstag" des Netzwerks - wobei noch beraten wird, wie dies geschehen soll.

(S.M.)