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Rommerskirchen: Netzwerk 55plus wächst

Rommerskirchen : Netzwerk 55plus wächst

Knapp zwei Jahre nach seiner Gründung erfreut sich das "Netzwerk 55plus" anhaltend großer Resonanz. Auch in den kleineren Orten wie Vanikum ist der Pool für engagierte, aktive Ältere inzwischen fest verankert und wächst sogar.

Bis zur "rheinischen Tradition" fehlt noch eine Auflage. Doch nach dem zweiten Sommerfest des "Seniorennetzwerks 55plus" in Reiters Scheune sieht alles danach aus, dass das Sommerfest zum festen Termin im Rommerskirchener Veranstaltungskalender wird.

Denn gut 70 Netzwerker nahmen die Gelegenheit wahr, sich in Evinghoven ein paar vergnügte Stunden zu machen. Vergnügt auch deshalb, weil eine Tanzgruppe die Besucher, darunter Bürgermeister Albert Glöckner, mit Erfolg zum Mitmachen animierte.

Der Erfolg des Festes ist symptomatisch für den des gesamten Netzwerkes, das 2009 von Gemeinde und Caritas sowie der Sparkasse Neuss aus der Taufe gehoben wurde. Die Bilanz kann sich sehen lassen. 180 Mitwirkende zählt das Netzwerk inzwischen. Die organisieren sich, je nach Interessenschwerpunkt in etwa 20 Arbeitsgruppen.

Auch Beate Müller von der Caritas, die beim Aufbau diverser Netzwerke mitgewirkt hat, ist begeistert von der Entwicklung: Ein so schnelles Wachstum habe sie bei vergleichbaren Projekten in anderen Kommunen bislang noch nicht erlebt. Ob es um Reisen, Wanderungen, Radtouren oder Gesellschaftsspielabende geht – das Angebot war von Beginn an groß.

Das Interesse auch, wie die erst später gegründete Theatergruppe um Beate Plück zeigt. Mehr als 30 Rommerskirchener machen sich 2010 per Bus regelmäßig auf zum Theaterbesuch nach Düsseldorf. Inzwischen liegt die Zahl der Theaterenthusiasten auch schon mal bei mehr als 60. Große Publikumsresonanz haben bislang auch die Aktionen des von Klaus Erdmann geleiteten Geschichtskreises im "Netzwerk 55plus" gefunden.

Hubertine Nippen-Vogler kümmert sich beim Netzwerk um die Öffentlichkeitsarbeit. Ihr ist etwas anderes positiv aufgefallen: "Das Netzwerk sickert mittlerweile auch in die kleineren Ortschaften ein", berichtet die Vanikumerin. Standen die Teilnehmer des seit vielen Jahren etablierten Seniorenkaffees dem Netzwerk zunächst mit einer gewissen Reserviertheit gegenüber, "so sind beim monatlichen Netzwerk-Frühstück jetzt schon regelmäßig zwölf Vanikumer dabei", sagt Nippen-Vogler.

Nachdem sie selbst jahrzehntelang nicht in der Gemeinde wohnte, hat sie das Netzwerk dazu bewogen, ihren Wohnsitz von Berlin wieder an den Gillbach zu verlegen. Das Angebot soll übrigens in Kürze erweitert werden. Im Eckumer Park direkt gegenüber dem Rathaus will bald eine von Kunibert Karallus initiierte Boule-Gruppe mit dem Spielbetrieb beginnen.

(NGZ)