Nettesheim-Butzheim Schützenfest im Doppeldorf

Nettesheim-Butzheim · Das Doppeldorf Nettesheim-Butzheim feiert ein harmonisches Schützenfest bei trockenem Wetter. Der Königsschuss erfolgt am Dienstag.

 König Detlef Winkel und seine Königin Ruth umgeben von ihren Hofdamen bei der festlichen Parade am Sonntagnachmittag.

König Detlef Winkel und seine Königin Ruth umgeben von ihren Hofdamen bei der festlichen Parade am Sonntagnachmittag.

Foto: Michael Ritters

Wie in den vielen Ortschaften, die in dieser Saison bereits gefeiert haben, ist auch im Doppeldorf Nettesheim-Butzheim die Freude groß, endlich wieder Schützenfest feiern zu können. „Man merkt richtig, dass die Leute nach Corona richtigen Nachholbedarf haben“, sagt Toni Jordans, Brudermeister der St. Sebastianus-Schützenbruderschaft. Für das amtierende Schützenkönigspaar Detlef und Ruth Winkel ist das Fest der langersehnte Höhepunkt einer außergewöhnlich langen Regentschaft.

Nach dem Fassanstich am Samstagnachmittag durch Bürgermeister Martin Mertens hatte der Wettergott ein Einsehen und bescherte pünktlich zum Fackelzug und darauf folgenden Zapfenstreich eine Regenpause. „Das war ein Glücksfall, dass wir genau in der trockenen Phase alles über die Bühne bringen konnten“, so Jordans. „Es ist alles wunderbar gelaufen.“ Bei der Party am Abend sei das Zelt gut gefüllt gewesen. Auch viele Jugendliche seien gekommen, die Stimmung sei gut gewesen. „Bis in die Nacht wurde ausgelassen gefeiert.“

Der Sonntag begann mit dem Kirchgang und einer Frühparade, am Nachmittag fanden der große Festumzug mit Parade statt. Viele Zuschauer waren gekommen, um dem Königspaar, den Hofdamen und den Schützen zuzuschauen. „Auch viele Schützen, die nicht im Zelt mit dabei waren, haben uns auf der Straße unterstützt“, erzählt Jordans. „Das war wirklich toll. Man merkte, dass alle Leute froh waren, wieder rauszukommen.“ In diesem Jahr wurde erstmals keine Pferdekutsche eingesetzt – das Königspaar fuhr stattdessen stilecht in einem Cadillac durchs Dorf.

Am Montag wurden traditionell die Ehrungen durch den Vereinsvorstand vorgenommen. Durch die Corona-Zwangspause habe es einen regelrechten Ehrungsstau gegeben. Hervorzuheben seien die Verleihung des silbernen Verdienstkreuzes jeweils an Christoph Huppertz, Bernd Siewert und Daniel Balzer. Toni Jordans selbst erhielt den „Hohen Bruderschaftsorden“ vom Bund der historischen deutschen Schützenbruderschaften für seine Verdienste als Brudermeister. „Das war für mich eine große Überraschung, ich wusste davon nichts“, erzählt er. „Ich habe mich sehr darüber gefreut.“

Man habe im Verein ein sehr gutes Verhältnis, das sei schön. „Die Schützen über die Generationen hinweg zusammenzuhalten, ist schon eine Aufgabe. Alleine geht gar nichts, das klappt nur mit unserem tollen Team.“ Am Dienstag steht der Königsschuss an. Am kommenden Samstag soll der neue Kronprinz dann gekrönt werden.

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