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Naturschutz in Rommerskirchen: Kampf dem Insektensterben

Naturschutz in Rommerskirchen : Kampf dem Insektensterben

Die Gemeinde Rommerskirchen setzt sich mit neuen Projekten für den Artenschutz ein. Wo Bienen, Hummeln und Schmetterlinge neue Nahrung finden.

Ökologie, Nachhaltigkeit und Artenschutz sind auch in den Verwaltungen ein wichtiges Thema. Die Gemeinde Rommerskirchen möchte, dass es auch in den Ortschaften rund um den Gillbach wieder mehr summt und brummt. Dem viel zitierten Insektensterben sagt sie deshalb nun den Kampf an und will „stetig und mit größtmöglichem Effekt“, wie Ordnungsdezernet Gregor Küpper sagt, einen Beitrag dazu leisten.

In Nettesheim hat die Biologische Station im Rhein-Kreis-Neuss, die in Knechtsteden beheimatet ist, auf einer Streuobstwiese eine Übertragung von Mahdgut vorgenommen. Zu diesem Zweck wurde großflächig regionales Heu auf der Wiese aufgebracht. In diesem sowie im kommenden Jahr wir die Biologische Station dieses Projekt weiter betreuen.

Auch wurden in der Gemeinde nicht mehr benötigte Wirtschaftswege Regie des Tiefbauamtes während des Frühjahrs in Blühstreifen umgewandelt. Auf einer Gesamtfläche von mehr als 15.000 Quadratmetern sollen Insekten dort Nahrung finden. „Dies geschah in Abstimmung mit der Wirtschaftswegekommission des Bauausschusses, der Unteren Naturschutzbehörde und des Landes NRW“, erklärt Tiefbauamtsleiter Rudolf Reimert. „Die Saat läuft hier gut auf, wir warten auf die ersten nektarspendenden Blüten.“

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Im Frühling hat die Gemeinde außerdem begonnen, rund 600 Quadratmeter gemeindeeigene Schotterbeete in hübsch blühende Staudenbeete zu verwandeln. Dabei wurde genau darauf geachtet, überwiegend heimische Wildformen zu pflanzen. Den Grund dafür erklärt Reimert: „Züchtungen blühen zwar üppiger, aber durch die meist gefüllten Blüten kommen die Insekten schlechter oder gar nicht an den Nektar.“

In einem neuen Projekt werden nun an der Kita „Kleine Weltentdecker“ am Tulpenweg die Beete am Parkplatz neu gestaltet. Hier sollen die Beete mit insektenfreundlichen Staudenmischungen bepflanzt werden, die Ausschreibung dafür läuft bereits. Lediglich eine Ausnahme soll es dabei geben: Ein Beet, das sogenannte „Ausnahme-Beet“, soll dem Spontanbewuchs überlassen bleiben. „Hier hat sich eine artenreiche Flora entwickelt, die bestehen bleiben soll“, erläutert Rudolf Reimer den Grund.

Bürgermeister Martin Mertens und der Verwaltung ist der Insektenschutz wichtig. „All dies kann nur ein Auftakt sein“, meint Mertens. „Wir werden auch weiterhin nach Möglichkeiten und Örtlichkeiten suchen, wo wir einen sinnvollen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt leisten können“, verspricht er.