1. NRW
  2. Städte
  3. Rommerskirchen

Natur in Rommerskirchen: Butzheimer Bienen auf der Spur

Natur in Rommerskirchen : Den Butzheimer Bienen auf der Spur

Die Grünen haben anlässlich des Weltbienentags am 20. Mai eine Exkursion zu Bienen und Blühstreifen in der Gemeinde unternommen. Eine Feststellung dabei: Häufig profitieren nur Honig-, aber keine Wildbienen.

„Das Bewusstsein, etwas gegen den Artenschwund unternehmen zu müssen, scheint auch in Rommerskirchen geweckt“, erklärt  Gunnar Dykstra, Sprecher der Teilfraktion Natur + Umwelt von Bündnis 90 / Die Grünen. Die ersten geschotterten Flächen würden zurück gebaut, so an den Parkplätzen am Hallenbad und Friedhof Nettesheim. Dabei unterstützt die Biologische Station die Gemeinde.

Knapp zehn Prozent von insgesamt 20 entbehrlichen und eingezogenen Wirtschaftswegen in Rommerskirchen werden derzeit zu Blühstreifen umgewandelt, wovon sich Dykstra nun mit der Biologin Katharina Janetta überzeugte. Allerdings kritisierte Dykstra: „Bezüglich der Blühstreifen und entschotterten Gemeindeflächen wird aber nur zu häufig allein für die Honigbiene optimiert.“ Die sei im Wesentlichen ein Nutztier und zudem im Gegensatz zu vielen Wildbienen und anderen Insekten nicht bedroht.

Exemplarisch haben sie sich eine neuere Blühstreifenfläche angesehen: Von Butzheim über die Feldwege Richtung Bruchrandweg und Golfplatz liegt unterhalb des Modellflugplatzes ein Feld von Biolandwirt Becker. „Tatsächlich waren wir selbst für Butzheimer Verhältnisse irgendwo im Nirgendwo“, so Dykstra. Braun erläuterte: „Als Ausgleichsmaßnahme für ein vor zwei Jahren aufgestelltes Hühnerhotel im Landschaftsschutzgebiet wurde ein Stück als Randstreifen des Ackers umgebrochen, initial eine von der Biostation zusammengestellte Saatmischung ausgebracht und die Fläche sich selbst überlassen.“ Es würden bewusst keine ortsfremden Arten ausgesät. Biologin Janetta: „Um richtig gefördert zu werden, benötigen die heimischen Flora und Fauna lokale Arten.“