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Natur in Rommerskirchen: Blühstreifen als Beitrag zum Umweltschutz

Natur in Rommerskirchen : Blühstreifen als Beitrag zum Umweltschutz

Die Gemeinde fördert die Anlage von Blühwiesen als Nahrungsgrundlage für Insekten. Die ersten nicht mehr genutzten Wirtschaftswege haben Blühstreifen erhalten. Weitere folgen in den nächsten Wochen.

Die Anlage von Blühstreifen und Blührändern als Beitrag zum Unmwelt- beziehungsweise Insektenschutz rückt seit einigen Jahren in den Fokus. Es wurden vielfach, manchmal auch kleine, Bausteine umgesetzt, um mehr „Wildwiesen“ und damit Nahrung für Insekten zu ermöglichen. „Rommerskirchen hat einen guten Weg eingeschlagen“, betont Bürgermeister Martin Mertens

2016 hat die Gemeinde in enger Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft ein Wirtschaftswegekonzept aufgestellt. 20 entbehrliche und eingezogene Wirtschaftswege sollen Blühstreifen werden. Zwei Wegeparzellen wurden 2019 umgewandelt. „Zwei weitere befinden sich in der Umsetzung und werden in den nächsten Wochen fertig gestellt, weitere Wege sollen folgen“, beschreibt Dezernent Elmar Gasten das Ziel. Auch bei der Umgestaltung der Sportanlage in Nettesheim wird auf der dem Bahndamm zugewandten Seite auf einer Länge von ca. 120 Metern ein fünf Meter breiter Blühstreifen angelegt.

Die Pflege einer Obstwiese in Nettesheim hat die Biologische Station im Rhein-Kreis Neuss übernommen. Sie wird ab Mai durch Mahdgutübertragung artenreiches Grünland schaffen. „Durch die Anreicherung der Wiese mit extensiver Bewirtschaftung nimmt die Pflanzenzahl zu, mit jeder zusätzlichen Pflanzenart können bis zu zehn weitere Tierarten existieren“, so Gasten.

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Seit Mai 2019 ist die Gemeinde Mitglied des Kreisprojekts „Aktionsbündnis für Insekten“, durch das Projekte zum Erhalt und zur Verbesserung des Lebensraums für Insekten umgesetzt werden. In Rommerskirchen wurden die ersten geschotterten Flächen bereits zurück gebaut. Zudem sollen Schotterflächen wie an der Bahnstraße so aufgewertet werden, dass sie besonders für Wildbienen attraktiv sind. „Die Maßnahmen, die bereits einvernehmlich abgestimmt waren, wie Blühstreifen auf eingezogenen Wirtschaftswegen, an der freien Sportanlage Nettesheim oder der Rückbau der Schotterflächen, werden weiter vorangetrieben“, betont Mertens. Bei weitreichenderen Maßnahmen in Parkanlagen wie dem Freundschaftspark und auf Friedhöfen möchte die Verwaltung in enger Zusammenarbeit mit den Experten einen Lösungsweg erarbeiten und den politischen Gremien zur Entscheidung vorlegen. „Wir wollen für Akzeptanz für die vorgesehenen Maßnahmen werben“, erklärte Mertens. Im Bereich des strategischen Bahndamms oder an der Zufahrt zu den Sportanlagen Hoeningen/Ramrath wird bereits mit Totholz gearbeitet. Einige Bürger prangern jedoch den „ungepflegten“ Zustand an und sehen Gefahrenpotenzial. Da soll die Akzeptanz verbessert werden.