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Rommerskirchen: Musiker spielen für bedürftige Kinder

Rommerskirchen : Musiker spielen für bedürftige Kinder

Im Herbst soll es wieder ein Benefizkonzert geben. Organisator Willie Goergens will bis zu vier Bands einladen.

Schon nach der Premiere im November 2013 waren sich die Initiatoren einig: Das Benefizkonzert zugunsten von Kindern alleinerziehender Eltern, die Hartz IV empfangen, sollte keine Eintagsfliege bleiben. Inzwischen nimmt eine Neuauflage Gestalt an. Willie Goergens, Frontmann der "Dötzdorf Allstars" und nicht nur in der Region innerhalb der Musikszene überaus bewandert, will sich erneut bei in Frage kommenden Bands umtun und in den kommenden Wochen die konkrete Besetzung des Konzerts klären.

Nach den vergangenes Jahr im evangelischen Gemeindezentrum am Grünweg gemachten Erfahrungen soll diesmal allerdings nicht geklotzt werden: "Maximal vier Bands" will Goergens verpflichten. 2013 sollten zunächst neun Gruppen auftreten, doch bereits angesichts von sieben tatsächlich mitwirkenden Bands hatte es allzu viele "Hänger" wegen des komplizierten Auf- und Abbaus der jeweiligen Gerätschaften gegeben.

"So wenig elektrisch wie möglich", soll es Willie Goergens zufolge diesmal bei dem Konzert zugehen, das den Musikern zudem auch längere Spielzeiten ermöglichen würde. Stattfinden wird es im Herbst, voraussichtlich erneut im November. "Sie können nichts dafür!", lautete damals das Motto für das "Benefizkonzert Rommerskirchener Musiker für Kinder alleinerziehender, sozial schwacher Eltern", wie es offiziell hieß. Ändern dürfte sich an diesem Label nichts. Ort des Geschehens wird aller Voraussicht nach die Butzheimer Begegnungsstätte Alte Schule sein.

"Ich finde das super. Es wäre schön, wenn es zu einer Dauereinrichtung werden könnte", sagt Heike Hendrich, Vorsitzende der Rommerskirchener Tafel, angesichts der Aussicht auf eine Neuauflage des Benefizkonzerts. Bei der Premiere hatten die Organisatoren auf Eintrittspreise verzichtet und stattdessen um Spenden gebeten. 1080, 69 Euro waren seinerzeit zusammen gekommen. Das Geld hat die Rommerskirchener Tafel in Form von Gutscheinen an die alleinerziehenden Mütter oder Väter von etwa 30 Kindern verteilt. Die rigiden gesetzlichen Bestimmungen verhindern Barauszahlungen an die Hartz-IV-Empfänger ebenso wie eine unmittelbare Mitwirkung der Gemeinde: Würde dies nicht berücksichtigt, müsste der den Kindern zugute kommende Betrag mit den staatlichen Leistungen verrechnet werden. Wie sein Vorgänger Albert Glöckner soll Bürgermeister Martin Mertens als Schirmherr des Musik-Events fungieren: "Es wäre sehr wünschenswert und vernünftig, wenn er die Schirmherrschaft übernähme", sagt Pfarrer Thomas Spitzer, der vergangenen November als Hausherr fungierte und das evangelische Gemeindezentrum zur Verfügung gestellt hatte. Diesmal dürfte er wahrscheinlich als Musiker mit von der Partie sein.

Obwohl sie das Anliegen des Benefizkonzerts schon damals vehement begrüßte, hatte seine Band "ButzRock" nicht teilnehmen können. Leadsänger Thomas Juschka zeigte sich schon jetzt voller Vorfreude. Martin Mertens hat bereits zugesagt, die Schirmherrschaft übernehmen zu wollen.

(S.M.)