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Rommerskirchen: Museen arbeiten zusammen

Rommerskirchen : Museen arbeiten zusammen

Das Kreislandwirtschaftsmuseum in Sinsteden und das Feld- und Werkbahnmuseum in Oekoven wollen stärker kooperieren. Bald soll es die erste Planwagenfahrt "Mit dem Pferd zur Lok" zwischen beiden Museen geben.

Kathrin Wappenschmidt scheut den Superlativ nicht, wenn es um die Museumslandschaft am Gillbach geht: "Die kleinste Gemeinde des Rhein-Kreises Neuss hat, was die Anzahl der Menschen anbelangt, die größte Dichte in der Museumslandschaft", sagt die Leiterin des Kreiskulturzentrums in Sinsteden. Das beherbergt neben der Skulpturenhalle Rückriem und der Traktorenhalle auch das Kreislandwirtschaftsmuseum. Nur einen Steinwurf entfernt, etwas mehr als einen Kilometer Luftlinie, befindet sich das Feld- und Werkbahnmuseum in Oekoven. Jetzt wollen Kathrin Wappenschmidt und Marcus Mandelartz, der Chef des Feld- und Werkbahnmuseums, einen Pendelverkehr per Planwagen zwischen beiden Museen einrichten.

Für Kathrin Wappenschmidt ist es "wichtig, dass man den Besuchern etwas im Verbund bietet." Am 2. September soll es die Premiere des Shuttle-Verkehrs unter dem Motto "Mit dem Pferd zur Lok" geben. Dietmar Kippels aus Grevenbroich wird der Kutscher für den zwischen beiden Museen verkehrenden Planwagen sein, der von rheinischen Kaltblütern gezogen wird. Eine durchaus sinnige Wahl, ist diese Rasse doch das "Motto-Pferd" des Landwirtschaftsmuseums. "Dietmar Kippels ist derjenige, der seine Pferde zurzeit am besten in Schuss hat", begründet die Museumsleiterin ihre Wahl. "Ein guter Umgang mit den Tieren ist mir wichtig", sagt sie.

Sollte diese Premiere ein Erfolg werden, dann bleibt sie keine Eintagsfliege: "Der Planwagen würde ab 2013 von Mai bis Oktober an jedem ersten Sonntag im Monat an unseren Betriebstagen eingesetzt werden", sagt Marcus Mandelartz. Was die weitere Vernetzung von Museen der Region angeht, laufen zurzeit auch Gespräche mit dem Rosengart-Museums in Bergheim, das für Oldtimer-Fans ein fester Begriff ist. Auf informeller Ebene gibt es heute bereits Kontakte zwischen den "Oldie"-Fahrern aus Bergheim und den Eisenbahnern in Oekoven. Deren Museum war bereits das Ziel etlicher Ausflugsfahrten nach Oekoven.

Der CDU-Kreistagsabgeordnete Gerhard Heyner ist ein Anhänger einer verstärkten Kooperation der Museen. Bereits bei dem Nachbarschaftstreffen der Union 2009 habe er dies angeregt. "Ich halte das für eine gute Idee für Rommerskirchen, zumal es hier ja nicht allzu viel Kulturelles gibt."

Begeistert von den Nutzungsmöglichkeiten des Kreiskulturzentrums ist auch der "Kutscher in spe" Dietmar Kippels. Der Architekt aus Gustorf hält Sinsteden sogar dafür geeignet, dort Großveranstaltungen der Stadt Grevenbroich stattfinden zu lassen, wo es an richtig großen Räumlichkeiten fehle.

(NGZ)