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Rommerskirchen: Müllgebühren bleiben 2013 konstant

Rommerskirchen : Müllgebühren bleiben 2013 konstant

Ein Vertrag mit der Entsorgungsfirma sowie die Vergütung für Altpapier sorgen dafür, dass die Preise stabil bleiben.

Auch wenn der Rhein-Kreis Neuss ab kommendem Jahr aller Voraussicht nach höhere Gebühren erheben wird, müssen die Rommerskirchener für die Müllabfuhr nicht mehr als bisher bezahlen.

Ursache dafür sind nach den Worten von Tiefbauamtsleiter Rudolf Reimert zum einen die günstigen Konditionen des im Vorjahr mit der Entsorgerfirma Schönmackers geschlossenen Vertrags. Hinzu kommt laut Reimert die Vergütung beim Altpapier, die gleichfalls dazu beiträgt, die Abfallgebühren für 2013 noch einmal stabil zu halten. Dies gilt sowohl für die Grund- als auch für die Leistungsgebühr.

Kein größeres Problem sieht Rudolf Reimert darin, dass nach einem 2010 erwirtschafteten Minus von knapp 19 000 Euro das Defizit nun über 36 000 Euro beträgt: Angesichts positiverer Ergebnisse für die Jahre 2011 und 2012 könne die entstandene Unterdeckung "wahrscheinlich ausgeglichen werden", so der Tiefbauamtsleiter. Die Grundkosten für eine 60 Liter fassende, graue Mülltonne liegen demnach weiterhin bei 87,61 Euro (pro Leerung 1,75 Euro).

Für das 90 Liter fassende Gefäß müssen die Bürger 125,06 Euro (2,62 Euro) berappen und für die 120-Liter-Tonne 163,50 Euro (3,50 Euro). Das 240-Liter-Gefäß kostet 2013 nach wie vor 307,98 Euro (6,99 Euro), während für den 1100 Liter-Container eine Grundgebühr von 1395,50 Euro (32,04 Euro) entrichtet werden muss. Für jeden grauen Abfallsack berechnet die Gemeinde weiterhin 4,20 Euro. Bei den Biotonnen können die Bürger zwischen der 120 Liter und der 240 Liter fassenden Tonne wählen. Pro Entleerung sind hier 54, beziehungsweise 92 Euro zu zahlen.

Zur Sprache brachte Reimert im Haupt- und Finanzausschuss auch ein Thema, das beim Kreis, aber auch bei anderen Kommunen schon seit geraumer Zeit für heiße Diskussionen sorgt: Schrotthändler hegten verbotenerweise ein ausgeprägtes Faible für alte Kühlschränke. Genauer gesagt, deren Kompressoren, die beim Verkauf noch ein ordentliches Sümmchen abwerfen.

Deren Ausbau jedoch ist extrem umweltschädlich, worauf der Kreis schon mehrfach hingewiesen hat. Der allein beim Ausbau eines Kompressors freigesetzte FCKW-Ausstoß ist Reimert zufolge dem zu vergleichen, den ein Dieselauto auf 20 000 Kilometern erzeugt. "Allein in Rommerskirchen verschwinden regelmäßig zehn bis 15 Kühlschränke." Es handele sich übrigens nicht allein um Umweltverschmutzung, sondern schlichtweg um Diebstahl: Wer seinen Kühlschrank zur Abholung durch die Müllabfuhr bereitstellt, bleibt nämlich so lange dessen Eigentümer, bis diese ihn tatsächlich mitgenommen hat. Rudolf Reimert zufolge wird zurzeit auf Kreisebene erörtert, wie das Problem wirksamer als bisher angegangenen werden kann.

(NGZ/rl)