Rommerskirchen: Mobilstation soll den Bahnhof aufwerten

Rommerskirchen: Mobilstation soll den Bahnhof aufwerten

Am Eckumer Verkehrsknotenpunkt ist ein Neubau für die Fahrradstation, das Taxiunternehmen, einen Kiosk, ein Café oder eine Bäckerei und ein Warteraum geplant. Machbarkeitsstudie soll bei regionaler Messe vorgestellt werden.

Das könnte ein wahres Schmuckstück werden, was die Verwaltung da in einer ersten Machbarkeitsstudie für das unmittelbare Bahnhofsumfeld geplant hat. Unmittelbar neben dem Bahneberg in Richtung historischem Bahnhofsgebäude, wo jetzt noch die Baracken stehen, soll eine so genannte Mobilstation entstehen. "Das ist ein Fachbegriff für eine Einrichtung, die meist an zentralen Orten wie Bahnhöfen angesiedelt ist und verschiedene Mobilitätssysteme miteinander verknüpft", erklärt Grundstücksmanager Carsten Friedrich. Der Amtsleiter ist seit kurzem als Mobilitätsmanager auch für die Entwicklung von Konzepten rund um diesen Themenschwerpunkt zuständig. Die denkbare Rommerskirchener Einrichtung würde mit der Bahn, dem Bus und der Fahrradstation gleich drei Mobilitätsstrategien miteinander verknüpfen.

So könnte das neue Gebäude am Bahnhof aussehen. Der Entwurf ist aber eine reine "Machbarkeitsstudie" und kann später ganz anders aussehen, wie Amtsleiter Friedrich betont. Foto: Gemeinde Rommerskirchen

Auch die Politik hat das Thema bereits für sich entdeckt. Für die Ratssitzung am kommenden Donnerstag hat die SPD-Fraktion einen entsprechenden Antrag zur Prüfung der Errichtung einer Servicestation gestellt. Darin heißt es: "Aus Sicht der SPD-Fraktion braucht es für die ankommenden und abreisenden Gäste und Pendler dringend ein ansprechendes Gebäude mit entsprechendem Service-Angebot." Darin sollten neben der Fahrradstation und dem Taxiunternehmen öffentliche Toiletten untergebracht werden. "Aus unserer Sicht wäre es wünschenswert, hier zudem einen Kiosk oder eine Bäckerei mit entsprechendem Angebot auch für den eiligen Kunden in Betrieb gehen zu sehen", so der Fraktionsvorsitzende Heinz Peter Gless.

Aus der von der Verwaltung jetzt entwickelten Machbarkeitsstudie für das in Gemeindehand befindliche Grundstück geht hervor, dass sich all diese Wünsche zum Beispiel in einem viertelkreisförmigen, zweigeschossigen Gebäude neben dem "Bahneberg"-Hügel realisieren ließen. Die dortigen Baracken würden abgerissen. In dem Neubau wäre nach ersten Vorstellungen sogar genug Platz sowohl für einen Kiosk, als auch eine Bäckerei oder ein Café mit angrenzendem Warteraum. "Vielleicht ist es aber auch sinnvoller, auf den Warteraum zu verzichten und stattdessen dem Café mehr Platz einzuräumen", überlegt Friedrich. Auch wenn die Pläne so aussehen, als ob schon morgen die ersten Bagger anrollen könnten, betont der Amtsleiter den reinen Entwurfscharakter der Computergrafiken. "Das ist wirklich nur eine Machbarkeitsstudie, am Ende könnte das neue Gebäude auch viereckig sein und eine ganz andere Fassadengestaltung bekommen", so Friedrich, der erst in zwei Jahren mit einer Realisierung rechnet. Die Viertelkreis-Gestaltung habe aber den Charme, dass man später in einem weiteren Schritt den Bahneberg gegebenenfalls abtragen und durch einen Anbau das Viertelkreisgebäude zu einem Halbkreis erweitern könnte.

Bevor überhaupt etwas passieren kann, müssten zunächst die letzten Bahnhofsarbeiten abgeschlossen und abgerechnet sein. "Dazu gehört auch die undichte Unterführung", ergänzt Bürgermeister Martin Mertens. Danach erst könnte ein für das Projekt notwendiger Bebauungsplan erstellt werden. Trotzdem will die Verwaltung das Mobilstation-Projekt bereits auf der nächsten Regionalmesse "Polis Convention" in Düsseldorf vorstellen. Die Verwaltung ist zuversichtlich, Investoren für das Konzept begeistern zu können. "Das ist schließlich ein Filetgrundstück", so Mertens.

(NGZ)