Mobilstation Rommerskirchen: 2019 könnte Planungswettbewerb laufen

Verkehr in Rommerskirchen: Planungswettbewerb für Mobilstation ist 2019 möglich

Baurecht für die Mobilstation am Bahnhof könnte bis Jahresende geschaffen sein. Der Baubeginn ist offen.

Die geplante Mobilstation soll das Sahnehäubchen auf die ansonsten abgeschlossene Umgestaltung des Bahnhofs werden. Auch wenn der gegenüber der Zeit vor 2014 in einem völlig neuen Licht erscheint, lädt er mangels geeigneter Örtlichkeiten nach wie vor nicht unbedingt zum längeren Verweilen ein. In seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause beschloss der Rat jetzt einstimmig den nächsten Planungsschritt: Neben der zweiten Änderung des Bebauungsplans brachten die Kommunalpolitiker die öffentliche Auslegung der Planung auf den Weg, die Bürgermeister Martin Mertens im Zuge der Haushaltsberatungen vor knapp einem halben Jahr als das womöglich „wichtigste Projekt des Jahres“ bezeichnet hatte.

Die Errichtung einer Mobilstation soll „maßgeblich dazu beitragen“, die Verbindungen zwischen Zug, privatem PKW, Taxi, Bus und Fahrrad zu verbessern, wie es in der Begründung für die Planung heißt. Angestrebt wird „eine Aufwertung des gesamten Bahnhofsumfelds“ sowie „eine Verbesserung der Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum“. Auch wenn es mit einem zunächst für 2018 anvisierten Baubeginn nichts werden dürfte, die Planung wird bis Jahresende wohl abgeschlossen sein, glaubenPlanungschef Carsten Friedrich und Bürgermeister Mertens.

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Nachdem der „Bahneberg“ bereits vergangenen Herbst abgetragen wurde, soll das an seiner Stelle zu errichtende Gebäude sowohl dem schon bislang am Bahnhof präsenten Taxiunternehmen Cun und der ADFC-Fahrradstation als auch einem Bistro sowie einem Kiosk Platz bieten. Vom einstigen „Bahneberg“ bis hin zu Taxistand und Radstation soll sich die Mobilstation erstrecken. Dass eine Bäckerei beziehungsweise ein Kiosk zu einem Bahnhof gehören, war im Rat Konsens. Hinzu kommen eine Toilettenanlage und ein Aufenthaltsraum, womöglich auch Wohnungen im Obergeschoss. Ehe die Bauarbeiten beginnen können, muss Friedrich zufolge mit potenziellen Investoren gesprochen werden - die es bereits gibt, wie Mertens im Rat verriet. Zudem ist an einen Planungswettbewerb der Architekten für das knapp 3000 Quadratmeter große Areal gedacht.

Für die SPD begrüßte deren Fraktionsvorsitzender Heinz Peter Gless die Mobilstation als eine Bereicherung. Ähnlich sah es Gabi Paulus für die CDU: Sie erinnerte daran, dass es einen Kiosk in Eckum schon seit längerer Zeit nicht mehr gibt. Der bislang letzte Bahnhofskiosk, der zunächst erfolgreich gestartet war, musste im Herbst 2013 angesichts einer mehrmonatigen Stilllegung des Bahnverkehrs zwischen Köln und Rommerskirchen aufgeben. Bürgermeister Mertens nutzte die Gelegenheit, seine politischen Vorstellungen für die nächsten Jahre zu präsentieren. 2018 wird ihm zufolge das wichtigste Projekt die Errichtung einer Mobilstation auf dem Gelände des inzwischen abgetragenen „Bahneberg“ sein, die gleichsam das „i-Tüpfelchen“ für die ansonsten abgeschlossene Umgestaltung des Bahnhofs sein wird. In die künftige Mobilstation soll das Taxiunternehmen Cun ebenso umziehen wie die Fahrradstation.

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