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Rommerskirchen: Ministerin sucht Dialog mit den Landwirten

Rommerskirchen : Ministerin sucht Dialog mit den Landwirten

Christina Schulze-Föcking stellte sich gestern in Ramrath den Fragen von rund 60 Interessierten.

Der Geflügelhof von Peter Eßer, besser bekannt als "Gänsepeter", wurde gestern Nachmittag vorübergehend zur politischen Bühne. In einer Halle des Ramrather Betriebes stellte Christina Schulze-Föcking (CDU), seit gut zweieinhalb Monaten nordrhein-westfälische Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Natur und Verbraucherschutz, ihre politischen Ziele vor. Darüber hinaus stellte sie sich einigen Fragen aus dem Kreis der rund 60 interessierten Gäste.

Schulze-Föcking wurde begleitet von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe, der sich auf der Zielgeraden des Wahlkampfes befindet, und traf in Ramrath unter Anderen auch die CDU-Landtagsabgeordnete Heike Troles, den Rommerskirchener Gemeindeverbandschef Michael Willmann und Landrat Hans-Jürgen Petrauschke. Die Zuhörer, rustikal auf Bierzeltbänken untergebracht, begleiteten viele der von Schulze-Föcking vertretenen Positionen mit Zustimmung und Applaus.

Um Bürokratieabbau ging es da, um die Düngemittelverordnung, um gemeinsame Agrarpolitik in der Europäischen Union, aber auch um Spekulantentum mit wertvollem Agrarland und um das Bild der Landwirtschaft in den Köpfen vieler Menschen, das der Realität längst nicht mehr standhalte, wie die Ministerin urteilte. Die verzerrte Darstellung in der Öffentlichkeit mache vielen Landwirten zu schaffen, meinte Schulze-Föcking - und will schon in den Schulen gegensteuern. "Das Unterrichtsmaterial zum Thema Landwirtschaft ist oft veraltet", sagte sie. Das wolle sie ändern. Mehrfach hob sie ein Anliegen hervor, das ihr nach eigener Aussage besonders am Herzen liege: "Ich möchte einen konstruktiven Dialog mit der Landwirtschaft." Gestern in Ramrath ist das gelungen.

(ssc)