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Rommerskirchen: Mehr Kontrollen an Halloween

Rommerskirchen : Mehr Kontrollen an Halloween

Die Polizei wird bei der Halloween-Party in Anstel mit mehr Beamten patrouillieren. Um Schlägereien wie im Vorjahr schon im Ansatz zu verhindern, sind auch Mitarbeiter des Kreisjugendamtes und der Caritas vor Ort.

Die eigentlichen Spukgestalten waren bei der Halloween-Party 2010 erst nach Mitternacht aus dem Schatten getreten: Sechs Festnahmen und 30 Platzverweise gab es seinerzeit in Anstel, nachdem verbale Streitigkeiten zu handfesten Schlägereien eskaliert waren.

Damit sich dies kommende Woche nicht wiederholt, haben sich Polizei, Ordnungsamt und die St. Sebastianus-Bruderschaft auf ein neues Sicherheitskonzept verständigt. Dies setzt einerseits auf mehr Polizeipräsenz vor Ort, mit im Boot sind aber auch das Kreisjugendamt und die Caritas, deren Mitglieder Hitzköpfe beruhigen sollen, ehe die Fäuste fliegen oder es zu anderen Straftaten kommt.

Auch Änderungen im Umfeld soll es geben, wie Arne Feldmann, der stellvertretende Leiter des Ordnungsamts, berichtet. "Der Schützenplatz wird eingezäunt und der Eingang verlegt", erklärt Feldmann. Während im Inneren der Halle wieder ein neunköpfiger Sicherheitsdienst aus Düsseldorf nach dem Rechten sieht, wird sich die Polizei auf einem Nachbargrundstück gegenüber dem Schützenplatz aufhalten.

Mit von der Partie ist nach den Worten von Arne Feldmann auch die Mobile Wache aus Grevenbroich. Alters- und Alkoholkontrollen sollen wie schon bisher besonders strikt vorgenommen werden. Polizei und Ordnungsamt werden auch im erweiterten Umfeld der Halle patrouillieren gehen, "um zu verhindern, dass sich anderswo Probleme ergeben", sagt Arne Feldmann. Er wird mit seinem Kollegen Tobias Hantschel dauerhaft vor Ort sein, ebenso wie Ralf Hoffmann, der Bezirksbeamte der Polizei.

Mit der Bruderschaft sei vereinbart worden, dass "keine harten Getränke" ausgeschenkt werden, so Arne Feldmann. Nach seinem Eindruck war Alkohol im vergangenen Jahr wohl das Hauptproblem für die eskalierten Streitigkeiten.

Andere Rauschmittel haben nach seinem Eindruck jedenfalls keine große Rolle für den Zustand manch eines Randalierers gespielt. Der stärkste Drink, den die "Grusel-Bar" dieses Jahr im Angebot hat, wird eine Bowle sein — ohne hochprozentige Zutaten. Zu welchen Ausfallerscheinungen zuviel Alkohol führen kann, wird etwa die Caritas mit ihrem "Prävent-Mobil" demonstrieren.

Gelöst ist ein Problem, das zumindest in früheren Jahren bei gewaltsamen Auseinandersetzungen eine Rolle gespielt hat. "Die Bruderschaft hat mit den örtlichen Taxi-Unternehmen gesprochen. Ab Mitternacht ist ein großes Aufgebot an Taxen vor Ort — dies haben wir in den vergangenen Jahren gut im Griff gehabt", sagt der stellvertretende Ordnungsamtsleiter.

(NGZ)