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Rommerskirchen: Mehr Bücher – mehr Leser

Rommerskirchen : Mehr Bücher – mehr Leser

Die Weihnachtsausstellung der katholische Bücherei St. Martinus erfreute sich wieder großer Resonanz. Die Bücherei hat mehr Besucher als früher. Kürzlich hat sie ihr bisheriges Karteisystem digitalisiert.

Mit Blick auf das vor einigen Jahren vom Erzbistum Köln initiierte (Spar-)Programm "Zukunft heute" hatte Monsignore Franz Josef Freericks kürzlich festgestellt, dass die katholischen Christen am Gillbach "relativ ungeschoren" davon gekommen seien.

Dies gelte insbesondere auch für die kirchlichen Büchereien. Die erfreuen sich nach wie vor ungebrochener Beliebtheit, wie jetzt etwa die Weihnachtssaustellung der katholischen Bücherei St. Martinus wieder unter Beweis stellte. "Es waren mehr Besucher als im letzten Jahr", schätzt Doris Metzemacher, die zum 13-köpfigen Büchereiteam zählt.

Dessen Chefin ist seit 1999 Marianne Fünger. "Wir verfügen über etwa 4000 Medien", verweist die Butzheimerin, dass in der Bücherei an der Martinusstraße längst nicht nur Bücher entliehen werden können.

Für sie und ihre Mitstreiter hat im Sommer ein neues Zeitalter begonnen — die bisherigen Karteikästen wurden durch Computer ersetzt, wobei Bernd Kruchen als erfahrener Experte das Team eingearbeitet hat. Möglich gemacht hat dies unter anderem die Bezirkskonferenz, die einen Teil des hierfür nötigen Gelds zur Verfügung gestellt hat.

Mag die Klage, dass heutzutage weniger gelesen wird, auch nicht verstummen — die Ausleihen in Nettesheim sprechen eine andere Sprache. "Die Einwohnerzahl ist gestiegen und heute sind es eher mehr Leser", verweist Gerti Goertz auf die anhaltende Nachfrage. Wie lange es die Bücherei bereits gibt, vermag die 74-Jährige nicht zu sagen: "Ich habe sie schon als Kind gekannt."

Ein Großteil des Angebots richtet sich ausdrücklich an Kinder, wobei die Bücherei mit den örtlichen Kindergärten und der Grundschule kooperiert. "Die Vorschulkinder kommen regelmäßig vorbei und erhalten auch gleich einen Ausweis", berichtet Marianne Fünger.

Ein wenig rückläufig sind dagegen die Entleihen bei den Grundschülern - die verfügen nämlich inzwischen über eine eigene Bibliothek. Romane und Biografien werden von den Erwachsenen bevorzugt, Jugendliche favorisieren insbesondere Fantasy-Romane, beschreibt Marianne Fünger einen seit einigen Jahren anhaltenden Trend.

Natürlich können die Leser auch nicht vorrätige Bücher bestellen, die bei Bedarf im Handumdrehen angeschafft werden. Die Grundlage hierfür bietet unter anderem die jetzt abgehaltene Weihnachtsausstellung. Zu deren Erlös von rund 1000 Euro kommen noch weitere Zuwendungen der Kirche, aber auch der Gemeinde hinzu. Regelmäßige Neuanschaffungen sind kein Problem — der Bestand wird stets aktualisiert.

(NGZ)