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Kommunalwahl 2014: Martin Mertens neuer Bürgermeister von Rommerskirchen

Kommunalwahl 2014 : Martin Mertens neuer Bürgermeister von Rommerskirchen

In Rommerskirchen sprachen sich 60,8 Prozent der Wähler für den SPD-Kandidaten Martin Mertens aus. Sein einziger Herausforderer Michael Willmann (CDU) erhielt 39,2 Prozent. Die SPD gewinnt 8,2 Prozentpunkte im Rat hinzu.

. Die CDU sank von 39,2 auf 37,8 %, die Grünen legten mit 6,3 um 0,2 Prozentpunkte zu, während die FDP von 5,4 auf 2,1 Prozent absackte. Auch die UWG kam nicht an das 2009-er Ergebnis heran, sie holte 5,9 statt 9,5 Prozent. Die Sitzverteilung im Rommerskirchener Rat sieht so aus: SPD 15, CDU 12, Grüne 2, UWG 2, FDP 1. Dazu kommt mit Martin Mertens (SPD) noch die Bürgermeister-Stimme. "Ich bin überwältigt", kommentierte Mertens (31) das Wahlergebnis: "Vielen Dank für das große Vertrauen." Mertens möchte ebenso wie Bürgermeister Albert Glöckner mit der UWG, den Grünen und der FDP zusammenarbeiten.

Martin Mertens heißt der Nachfolger von Albert Glöckner als Bürgermeister von Rommerskirchen. Der SPD-Kandidat, den auch die FDP, Bündnis90/Die Grünen und die UWG unterstützen, erhielt 60,8 Prozent der Stimmen. Der 31 Jahre alte Büroleiter im Düsseldorfer Landtag wird am 23. Juni seinen Dienst im Rathaus der Gemeinde antreten. Dabei setzt der bisherige SPD-Fraktionschef weiterhin auf die "Bürgermeistermehrheit" von SPD, UWG, Grünen und FDP, wie er in seinem ersten Statement nach dem Wahlsieg erklärte: "Wir werden weiterhin vertrauensvoll mit unseren bisherigen Partnern zusammenarbeiten. Aber ich werde auch der CDU die Hand reichen." Die SPD hat mit 48,0 Prozent (plus 8,2) bei der Gemeinderatswahl "das beste Ergebnis ihrer Geschichte erreicht", wie Mertens freudestrahlend sagte und sich dafür beim Wahlkampfteam bedankte. Die SPD holte elf Direktmandate, insgesamt 15 Sitze, die CDU kommt auf 12, die Grünen und die UWG auf je zwei, die FDP auf einen Sitz.

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Die Christdemokraten waren enttäuscht. "Ich hatte mir ein viel besseres Ergebnis erhofft", sagte der CDU-Parteivorsitzende Michael Willmann, der als einziger Mitbewerber von Mertens gestern 39,2 Prozent der Stimmen erhielt. Die CDU erreichte 37,8 Prozent bei der Ratswahl, das sind 1,4 Prozentpunkte weniger als 2009. "Wir hatten einen guten Wahlkampf, da ist es schade, dass wir nur fünf Direktmandate für den Rat geholt haben", bedauerte Willmann, der in den nächsten Tagen in Ruhe analysieren möchte, woran der große Abstand zur SPD gelegen hat. Willmann gratulierte seinem Nachbarn — beide Kandidaten wohnen Haus an Haus in Butzheim: "Ich freue mich für Herrn Mertens." Er selbst werde jetzt die Ratsarbeit in der Opposition aufnehmen.

Darauf verwies auch Bürgermeister Albert Glöckner, der Sprecher der Bürgermeister-Findungskommission für die SPD Dormagen gewesen war: "Das ist sensationell", kommentierte Glöckner erfreut das Dormagener Ergebnis, das bei der Ratspräsentation in Rommerskirchen immer wieder anerkennend kommentiert wurde. "Dass die Rommerskirchener SPD stärkste Fraktion wird, ist die Belohnung für die Arbeit der vergangenen Jahre, die Martin Mertens nun weiter fortführen wird", sagte Glöckner, der sich über die 60,8 Prozent für Mertens freute: "Das Wahlergebnis ist eine Verpflichtung für die Sieger, die nun keine Mühen scheuen werden, das Vertrauen auch zu rechtfertigen."

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