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Rommerskirchen: Mädchensitzungen sind ein Kassenschlager

Rommerskirchen : Mädchensitzungen sind ein Kassenschlager

Vier ausverkaufte Sitzungen mit tausenden Wievern - Montag beginnt der Vorverkauf für 2016. Umzug startet endlich wieder am Bahnhof.

Die "Mädchensitzung" war stets das Prunkstück der Karnevalsgesellschaft (KG) Rut-Wieß Rommerskirchen. Kenner des kölschen Karnevals halten sie für eine der besten im ganzen Rheinland, und mit diesem Pfund haben die Jecken seit 2010 kräftig zu wuchern begonnen: Damals war sie noch ein Einzelevent, dann wurden zunächst zwei und bald drei Sitzungen daraus, während in der aktuellen Sitzungswoche das Spektakel in der vollends zum "Gillbach-Gürzenich" umfunktionierten Mehrzweckhalle am Nettesheimer Weg heute Nachmittag bereits zum vierten Mal auf dem Programm steht. Jeder Termin war, beziehungsweise ist ausverkauft, mehrere tausend "jecke Wiever" haben es in den vergangenen Tagen richtig krachen lassen und jeweils fünf Stunden non-stop gefeiert, was das Zeug hielt.

Angesichts dessen ist es nicht verwunderlich, dass die Bilanz schon vor der morgigen Herren- und der sonntäglichen Kindersitzung rundweg positiv ausfällt. Lediglich Montag war "sitzungsfrei", was natürlich die Frage aufwirft, ob nicht womöglich eine fünfte Frauensitzung denkbar wäre, um die Woche auch wirklich voll zu machen. "Erst mal nicht", wehrt Rut-Wieß-Chef Jürgen Schulz ab. "Für 2016 kann ich das definitiv ausschließen", sagt der seit 2008 amtierende Vorsitzende. Die Nachfrage nach den mit nahezu sämtlichen Spitzenkräften des Kölner Karnevals besetzten Sitzungen jedenfalls ist ungebrochen groß, wie schon die kommende Woche zeigen wird. Bereits kommenden Montag, 26. Januar, um Punkt 18 Uhr startet per Internet und Telefon der Vorverkauf für den Sitzungskarneval 2016, der wegen der dann besonders kurzen Session bereits am 12. Januar mit der ersten Frauensitzung beginnen wird. Jürgen Schulz rechnet einmal mehr mit regem Interesse: Die heutige Freitagssitzung etwa sei vergangenes Jahr binnen gerade einmal 25 Minuten ausverkauft gewesen, erzählt der Chef der Rommerskirchener Jecken.

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Das Programm für 2016 hat Elmar Sommer, neuer Literat von Rut-Wieß, natürlich bereits festgezurrt. Nach Ende der laufenden Session kann er sich schon damit beschäftigen, die Künstler für 2017 zu verpflichten. Schulz macht keinen Hehl daraus, dass die am Sonntag endende Sitzungswoche durchaus strapaziös ist. Margret Velder, seit einem Jahrzehnt Sitzungspräsidentin, sieht es ein wenig anders: "Vier Sitzungen bei so einem Publikum und solch einer Stimmung gehen runter wie Butter", zeigte sie sich bei der Auftaktsitzung hochmotiviert - auch wenn sie den Vorsitz im Lauf der Woche für eine "halbe" Sitzung an Martina Fünger abgegeben hat.

Die tollen Tage können die Jecken jedenfalls gelassen angehen: Für den Umzug durch Eckum und Rommerskirchen hofft Zugleiter Ralph Konitzer erneut auf 40 Fuß- und Wagengruppen. Dank des mittlerweile fertiggestellten Bahnhofsvorplatzes wird der Karnevalszug am 15. Februar wieder an seinem traditionellen Startplatz beginnen können, nachdem sich die Jecken gut ein Jahrzehnt lang auf dem Eckumer Berg formiert hatten.

(S.M.)