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Rommerskirchen: Landrat will Standort für Rettungswache prüfen

Rommerskirchen : Landrat will Standort für Rettungswache prüfen

Die Rommerskirchener Politiker kämpfen weiter darum, dass auf dem Gemeindegebiet ein Rettungswagen stationiert wird, um die Versorgung der Bürger im Notfall gewährleisten zu können.

Einstimmig hatten sich alle Politiker im Rat dafür eingesetzt, eine Rettungswache in Rommerskirchen zu errichten, in der ein Einsatzfahrzeug des Rhein-Kreises Neuss untergebracht werden könnte. Landrat Hans-Jürgen Petrauschke sieht weiterhin Grevenbroich als den besseren Standort einer neuen Rettungswache, von der aus dann Rommerskirchen mit angefahren werden könnte (die NGZ berichtete). Jedoch will er die örtlichen Gegebenheiten prüfen: "In Grevenbroich wissen wir, wo die Wache hinkommen könnte", während es in Rommerskirchen unklar sei. "Wenn sich tatsächlich ein Standort fände, der besser ist, dann könnte die Wache in Rommerskirchen gebaut werden."

Damit die einstimmig verabschiedete Resolution des Rats für eine Rettungswache in der Gemeinde kein bloßes Papier wird, hat Bürgermeister Albert Glöckner das Thema auch mit Landrat Hans-Jürgen Petrauschke, an den die Resolution gerichtet war, erörtert. Der lässt keinen Zweifel daran, dass es gilt, "die Einsatzzeiten im südlichen Kreisgebiet zu verbessern." Zugleich verweist der Landrat jedoch darauf, dass in Frimmersdorf/Neurath bereits ein Standort im Gespräch sei.

In Rommerskirchen gäbe es zu geringen Einsatzzahlen: Allenfalls "zwei bis drei Mal täglich" werde in Rommerskirchen die Rettungswache in Grevenbroich alarmiert. Gleichwohl sichert Petrauschke der Gemeinde zu, "genau zu prüfen und zu suchen, von wo aus in Rommerskirchen die Krankenwagen gerufen werden." Wann eine abschließende Entscheidung getroffen werde könnte, kann der Landrat noch nicht sagen.

Der Rommerskirchener SPD-Fraktionschef Martin Mertens, der die Resolution initiiert hatte, wertet die Stellungnahme Petrauschkes als durchaus positiv für die Gemeinde. Geeignete Standorte in Rommerskirchen und Sinsteden seien sehr wohl benannt worden. Die vom Landrat genannten Zahlen sieht Mertens skeptisch. Angesichts der geplanten seniorengerechten Wohnungen sei mit mehr Einsätzen als bisher zu rechnen. Mertens ist überzeugt, dass es Rommerskirchen nicht allein wegen seiner Entwicklungsgesellschaft leichter als Grevenbroich fallen werde, eine neue Rettungswache zu bauen.

(NGZ)