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Rommerskirchen: Kunstrasenplatz ohne Laufbahn

Rommerskirchen : Kunstrasenplatz ohne Laufbahn

Die SG Rommerskirchen präsentierte der Politik ihr Kunstrasenprojekt am Nettesheimer Weg. Die Vorstellung überzeugte die Politiker. Die CDU rückt von der Forderung einer Laufbahn ab. Gesucht wird noch ein Sponsor.

Die mit Spannung erwartete Sitzung des Arbeitskreises Kunstrasen endete mit einem überraschenden Ergebnis: "Eine Laufbahn für den Sportplatz am Nettesheimer Weg ist vom Tisch", sagt Rathaussprecher Elmar Gasten. Der vom Rat eingesetzte Arbeitskreis war zusammengekommen, um sich von der SG Rommerskirchen/Gilbach ihr Konzept für einen Kunstrasen nebst einem Kleinspielfeld präsentieren zu lassen.

Die Vorstellung fiel offensichtlich überzeugend aus. Gleichwohl ist noch nicht alles unter Dach und Fach: "An der Finanzierung muss noch gearbeitet werden", erklärt Elmar Gasten. Denn noch ist keine abschließende Entscheidung getroffen worden. Dies betont auch der CDU-Fraktionsvorsitzende Stephan Kunz: "Es gibt noch kein abschließendes Ergebnis." Kunz zufolge hat die SG Rommerskirchen/Gilbach "die Notwendigkeit eines zusätzlichen Kleinspielfelds deutlich gemacht". Es werde aufgrund der großen Anzahl trainierender Mannschaften gebraucht.

Die ursprünglich von der CDU befürwortete Idee eines Kunstrasens plus Umlaufbahn lasse sich nicht realisieren, gibt Kunz zu. Hierfür hatte sich aber erst kürzlich auch der Turnverein Rommerskirchen zum wiederholten Mal ausgesprochen.

Gescheitert ist diese Lösung letztlich aber an der räumlichen wie auch der finanziellen Situation. Den Platz mit einer Laufbahn auszustatten, würde angesichts der Gegebenheiten am Nettesheimer Weg dazu führen, dass der große Platz noch größer würde und das Minispielfeld noch kleiner, wie kürzlich SG-Vize Axel Neef erklärte.

Haupthindernis sind jedoch die Kosten. Selbst die preiswerteste Variante würde noch 140 000 Euro kosten. "Die Kosten sollten ja nicht an den Fußballern hängenbleiben", erklärt Stephan Kunz. Für den SPD-Fraktionsvorsitzenden Martin Mertens wäre es sehr erfreulich, wenn es nach dem Hoeninger Modell gelänge, auch in Rommerskirchen einen Kunstrasenplatz zu bauen.

"Das würde die Qualität der Freizeitangebote noch weiter erhöhen", so Mertens. "Jetzt ist es jetzt wichtig, dass sich noch ein Sponsor findet, der den Verein bei den Kosten unterstützt. Bei dessen Engagement bin ich aber zuversichtlich, dass man da sehr bald Erfolg haben wird." Mit Blick auf die Sportabzeichen-Gruppe des Turnvereins, aber auch die Gesamtsituation der Leichtathletik in der Gemeinde, ist Stephan Kunz nach wie vor davon überzeugt, dass eine Laufbahn für Rommerskirchen nötig ist.

Offen sei derzeit allerdings deren Dimension. Auch wenn dies nicht Thema im Arbeitskreis Kunstrasen war, rückt damit wieder der Nettesheimer Sportplatz auf die Tagesordnung. Der verfügt über eine Laufbahn, die allerdings erst wieder gründlich instand gesetzt werden müsste.

(NGZ)