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Rommerskirchen: Kunstrasen kann kommen

Rommerskirchen : Kunstrasen kann kommen

Die Ausstattung des Hoeninger Sportplatzes mit einem Kunstrasenbelag hat begonnen. Bereits im August wird der neue Platz bespielbar sein. Die große Eröffnungsfeier ist für 10. September geplant.

Die Suppe für den zweiten Tag der "Abbrucharbeiten" auf dem Sportplatz konnte die DJK Eintracht Hoeningen wieder abbestellen. "Wir haben sie ans Caritashaus gespendet", erzählt der Vorsitzende Helmut Wiechert. Nicht nur er war angenehm überrascht, dass die gut 40-köpfige Helferschar lediglich wenige Stunden brauchte, um die Tore abzubauen und sonstige bewegliche Utensilien auf der "Kampfbahn Hohe Luft" zu demontieren.

Unter der Regie von Günter Poggel legte sich ein Gutteil der ersten Mannschaft ebenso ins Zeug wie etliche Nachwuchskicker, als es darum ging, das Gelände für die Verlegung des neuen Kunstrasens vorzubereiten. Zu Beginn der Woche hat die Fachfirma Lodenkemper den Tennenbelag entfernt — der Weg für den neuen Kunstrasen ist endgültig gebahnt.

Nie wieder in Staubwolken nach dem Ball fahnden oder knöcheltief in Matsch und Schlamm waten müssen künftig die Spieler von Rommerskirchens ältestem Fußballverein. "Sechs bis acht Wochen werden die Arbeiten dauern", sagt Helmut Wiechert, der Vorsitzende der DJK Eintracht. Spätestens Ende Juli soll der Platz bespielt werden können, meint Stellvertreter Manuel Guardia-Martinez. In jedem Fall ist gewährleistet, dass der Anstoß für die neue Saison im August auf Kunstrasen stattfinden wird. Die Eröffnungsfeier ist für den 10. September geplant.

Vorstandsmitglied Frank Rösgen setzt auf seine guten Kontakte zum 1. FC Köln. Er möchte Hilal Maroc Bergheim, den Heimatverein von Lukas Podolski, für ein Gastspiel gewinnen. Die Fußballer hoffen, "Poldi" selbst nach Hoeningen locken zu können. Knapp zwei Jahre ist es her, dass der gebürtige Hoeninger und DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach die Eröffnung eines Kunstrasen-Kleinspielfelds als Auftakt für einen richtigen Kunstrasenplatz bezeichnete.

Bürgermeister Albert Glöckner erinnerte beim Baustart an die Geschäftsgrundlagen des "neuen Zeitalters" bei der DJK. Gut 400 000 Euro nehme der Verein in die Hand, der Bauherr und Kreditnehmer für die Finanzierung sei. "Auch die Gemeinde traut sich was, bindet sich 20 Jahre in einem Vertrag und gibt — verteilt über die Jahre — als Zuschuss dazu, was sie für den alten Tennenplatz samt Baulichkeiten hätte ausgeben müssen." Die verbliebene Finanzierungslücke konnte durch die Rhenag, den neuen Sponsor, geschlossen werden.

Statt 96 mal 60 wird das Kunstrasenspielfeld 100 mal 64 Meter groß sein. "Nur das ist in der Bezirksliga zulässig", sagt Helmut Wiechert. Womit auch das sportliche Ziel des zurzeit in der Kreisliga B spielenden Vereins beschrieben ist.

(NGZ)