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Rommerskirchen: Künstler stellen im Rathaus aus

Rommerskirchen : Künstler stellen im Rathaus aus

Sieben Künstlerinnen und ein Künstler gestalten die zweite Winterausstellung im Eckumer Rathaus. Neben Gemälden und Fotografien sind auch Skulpturen zu sehen. Die Ausstellung soll laut Kulturdezernent Elmar Gasten zur Tradition werden.

Den Willen, die Winterausstellung im Rathaus zur Tradition zu machen, hatten die beteiligten Rommerskirchener Künstlerinnen bereits bei der Premiere im vergangenen Jahr deutlich gemacht. "Dies ist auch im Interesse des Rathauses", zeigte sich Martha Reiter nach der Eröffnung der noch bis zum 20. Januar laufenden Ausstellung hoch erfreut.

Kulturdezernent Elmar Gasten würdigte die Evinghovener Architektin bei der Vernissage als "Urgestein" der Rommerskirchener Kunst- und Kulturszene. Ihre Bilder und Grafiken dokumentieren die Vielfalt ihrer Maltechniken und Themen.

Annu Koistinen zufolge soll die Ausstellung zeigen, "wie breit gestreut die Arbeiten der beteiligten Künstlerinnen sind". Auch sie betont, dass dabei die "unterschiedlichsten Techniken verwendet worden sind." Annu Koistinen beherzigt dieses Prinzip seit langem, arbeitet sie doch nicht allein mit Pinsel, Bleistift und Farbe, sondern lässt sich für ihre Bilder und Collagen von fast jedem Material anregen. "Wenn Joseph Beuys in jedem Menschen einen Künstler sah, so sieht Annu Koistinen alles und jedes als kunstwürdig an", beschreibt Elmar Gasten ihren Zugang zum künstlerischen Schaffen.

Auch ihre Tochter Sara Maria Marcus ist erneut mit großformatigen Fotos vertreten: Eines davon trägt den Titel "Epizentrum": Entstanden ist es nach dem Erdbeben in Chile im Frühjahr, das Sara Maria Marcus hautnah miterlebt hat.

Besonders erfreulich aus der Sicht von etablierten Malerinnen wie Martha Reiter und Annu Koistinen ist die Tatsache, dass mit Alexandra Korschefsky (19) und Mareike Daennart (22) auch zwei Nachwuchskünstlerinnen mit von der Partie sind — wobei erstere bereits im vergangenen Jahr an der Winterausstellung mitwirkte.

Das besondere Interesse von Alexandra Korschefsky gilt der Malerei wie der Fotografie. Derzeit befindet sie sich in der Ausbildung zur gestalterisch-technischen Assistentin. Mareike Daennart ist seit kurzem als Fotografin in Anstel tätig. Die Faszination des Fotografierens definiert sie so: "Man nimmt die Umwelt bewusster wahr und kann so Dinge in Bildern festhalten, die andere Menschen sonst nie gesehen hätten."

Gabriele Cantaris präsentiert Steinskulpturen, die von klassischen griechischen Motiven ebenso inspiriert sind, wie sie an Figuren von Modigliani erinnern. Großformatige Schluchtenbildern stellt Monika Abts aus, die derzeit die Meisterklasse der Kunstschule Bochum/Wattenscheid besucht. Inge Muth zeigt in einer sechsteiligen Bilderreihe symbolisch die Vielzahl menschlicher Verbindungen: Nach vorwiegend figürlichen Exponaten bei den letzten Ausstellungen präsentiert sie sich diesmal abstrakt.

(NGZ/rl)