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Rommerskirchen: Konjunkturpaket: Geld verbaut

Rommerskirchen : Konjunkturpaket: Geld verbaut

Knapp 840 000 Euro standen der Gemeinde in den vergangenen zwei Jahren aus dem Konjunkturpaket II zur Verfügung. Das Geld ist für neun inzwischen abgeschlossene Sanierungsprojekte ausgegeben worden.

Eigentlich sind die Sommerferien die Zeit, in der in gemeindeeigenen Einrichtungen die Handwerker zugange sind. Mit Ausnahme der Kindergärten "Pusteblume" in Frixheim und dem "Sonnenhaus" in Rommerskirchen ist diesmal alles anders. Grund: Die im Rahmen des Konjunkturpakets II zur Verfügung stehenden Mittel sind verbaut: "Inzwischen sind alle Maßnahmen abgeschlossen", berichtet Rathaussprecher Elmar Gasten.

Gut zwei Jahre lang hat es gedauert, bis die Gemeinde die knapp 840 000 Euro "verbauen" konnte, die ihr aus dem Konjunkturpaket zur Verfügung standen. Mehr als 550 000 Euro gingen in die Infrastruktur. Knapp 290 000 Euro wurden in den Bereich Bildung investiert: Damit wurden Schulen und Kindergärten auf Vordermann gebracht. Teuerster Einzelposten war die energetische Sanierung des historischen Rathauses, die 200 000 Euro kostete: "Hier wurde die Heizung komplett erneuert, Fliesen- und Elektroarbeiten waren ebenso nötig wie neue Fenster und Dachdeckerarbeiten", sagt Elmar Gasten.

Auf Rang zwei der vom Rat 2009 erstellten "Hitliste" der Prioritäten rangierte der Umbau des sozio-kulturellen Zentrums in Evinghoven, sprich der Alten Schule. Für fast 200 000 Euro wurde hier die Heizung erneuert, zudem gab es komplett neue WC-Anlagen, "was auch den vielen Nutzern der benachbarten Turnhalle zugutekommt", sagt Gasten.

Zeitweise strittig war der Neubau der Gillbachbrücke am Eckumer Hermeshof: Nachdem sich herausstellte, dass letztlich doch genügend Geld vorhanden war, wurde gebaut. Seit Februar gibt es die neue Brücke. "Damit konnte auch das Wirtschaftswegenetz wieder geschlossen werden", erläutert Bürgermeister Albert Glöckner.

Gekostet hat das Ganze laut Tiefbauamtsleiter Rudolf Reimert stolze 120 000 Euro. Ein hoher Betrag für einen solchen Brückenbau. Neue Brücken sind eben teuer — so ist zu erklären, dass gut zwölf Jahre, nachdem sämtliche Gillbachbrücken wegen Baufälligkeit gesperrt werden mussten, erst fünf von ihnen komplett erneuert worden sind.

Gern hätten auch die Fuballvereine vom Konjunkturpaket profitiert, um die von ihnen gewünschten Kunstrasenplätze finanzieren zu können. Dies hat der Rat allerdings mehrheitlich abgelehnt. Die DJK Hoeningen entschied sich für ein anderes Finanzierungsmodell und kann ihren Kunstrasenplatz bald in Betrieb nehmen. Die SG Rommerskirchen/Gilbach wird sich diesbezüglich noch eine Weile in Geduld üben müssen.

(NGZ)