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Kirche in Rommerskirchen: St. Martinus ist ein „Schmuckstück“

Kirche in Rommerskirchen : St. Martinus ist ein „Schmuckstück“

Die Restaurierungsarbeiten an der Nettesheimer Kirche sind abgeschlossen. Die Kirche erstrahlt nun in neuem Glanz, die Schriftbänder sind jetzt wieder zu lesen.

Die Renovierungsarbeiten an und um die Kirche St. Martinus Nettesheim, die seit April andauerten, wurden jetzt abgeschlossen. „Sie ist wunderschön geworden“, schwärmt Matthias Schlömer, der stellvertretende Vorsitzende des Kirchenvorstands von St. Martinus, über das „Schmuckstück“. „Wir, der Kirchenvorstand und die Pfarrgemeinde, freuen uns über den Abschluss der Maßnahmen. Ein weiterer Schritt zur Erhaltung unserer Kirche in Nettesheim“, betont Schlömer.

In neuem Glanz erstrahlen nun die  beiden Seitenportale. Eine Firma aus Köln habe die beiden Rundbögen gereinigt, konserviert und restauriert. Die unleserlichen Schriftbänder wurden wieder hergestellt und lesbar gemacht, ebenso erstrahlen nun die beide Figuren in einem hellen Creme-Ton, wie Schlömer ausführt: „Einmal sitzt die Schmerzensmutter auf einem Stuhl mit ihrem  toten Sohn auf dem Schoß und zum anderen die Martins-Skulptur mit dem Bettler.“ Auch die Witterungsschäden an den Türen der Seitenportale und des Hauptportals wurden beseitigt.

Ebenfalls restauriert wurde die aus Kalksandstein gearbeitete Schrifttafel mit der Jahreszahl, 1515, die auf den Wiederaufbau des Langhauses der Kirche hinweist – nach einer schweren Zerstörung in den Jahren 1474/75. Diese wurde in den Strebepfeiler an der nordwestlichen Ecke der Kirche eingelassen.

Im Martinuspark wurde das sehr in Mitleidenschaft gezogene Priestergrab wiederhergestellt, dessen Inschrift auf der Marmorplatte wieder sichtbar gemacht wurde. „Dazu werden wir noch eine Tafel mit der Inschrift aufstellen, damit diese für jeden sichtbar wird“, erklärt Schlömer: „Wir werden die Abschlussarbeiten zu gegebener Zeit coronakonform feiern.“ Zurzeit wird ein Flyer mit diesen Informationen und Fotos erstellt.

St. Martinus kann besichtigt werden: Montags von 10 bis 12 Uhr und 15 bis 18 Uhr sowie dienstags von 14 bis 16 Uhr, wenn Ehrenamtliche die Öffnung möglich machen. Außerhalb dieser Öffnungszeiten ist der Turm/Haupteingang mittwochs bis samstags 10 bis 17 Uhr geöffnet.

Das Nettesheimer Gotteshaus, das vor 825 Jahren zum ersten Mal urkundlich erwähnt wurde, wurde wegen Witterungsschäden restauriert und weiter verschönert. Damit wurden die großen Renovierungsarbeiten, die von August 2016 bis Spätherbst 2019 dauerten, ergänzt. Eigentlich müsste auch das alte Hochkreuz überholt werden. Aber das sei ein weiterer Schritt und eine größere Maßnahme, so Schlömer, die noch im Detail besprochen werden müsse.