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Rommerskirchen: Kinderbetreuung: Quote wird erreicht

Rommerskirchen : Kinderbetreuung: Quote wird erreicht

Bis August 2013 wird die Gemeinde die gesetzlich geforderte 33-Prozent-Quote an Betreuungsplätzen für Kleinkinder erreichen. Das Kreisjugendamt rechnet damit, dass die Nachfrage weiterhin steigen wird.

Bei der Betreuung von Kleinkindern kann auch in Rommerskirchen die gesetzlich geforderte 33-Prozent-Marke erreicht werden. "Wenn die Bundes- und Landesmittel weiter fließen, werden wird am 1. August 2013 eine Punktlandung vollziehen", sagt Norbert Dierselhuis, Leiter des Kreisjugendamts.

Derzeit liegt die Quote am Gillbach bei 26,3 Prozent, immerhin zehn Prozent besser als der Landesdurchschnitt. Aktuell gibt es 81 Betreuungsplätze für unter drei Jahre alte Jungen und Mädchen. Davon 69 in den Kindergärten und zwölf in der Tagespflege. In gut anderthalb Jahren sollen es 99 Plätze sein. 13 neue Plätze sollen allein in diesem Jahr geschaffen werden. "Wir glauben, mit den geschaffenen Plätzen auszukommen", erklärte Dierselhuis jetzt im Jugendhilfeausschuss des Kreistags. Jedenfalls fürs erste einmal: Mittel- und längerfristig rechnet Norbert Dierselhuis allerdings mit einer weiter steigenden Nachfrage. Erfahrungsgemäß sei es nämlich so, dass das generell nicht ausreiche. "Wenn wir feststellen, dass es eine Nachfrage von deutlich mehr als 35 Prozent gibt, dann ist erst einmal das Land gefragt." Die Aufgabe in den kommenden zehn Jahren sieht er darin, den U3-Bereich an den Bedarf anzugleichen.

Toni Berheide, Fachberater für die Kindertagespflege beim Jugendamt des Rhein-Kreises Neuss, zählt zu den zentralen Aspekten, die die Kindergartenlandschaft in den kommenden Jahren verändern werden, neben sinkenden Geburtsraten und dem Rechtsanspruch für unter dreijährige Kinder auf einen Betreuungsplatz, nicht zuletzt auch die Vorverlegung der Einschulung auf den 30. September eines jeden Jahres. "Die Geburtenrate in Rommerskirchen ist auf niedrigem Niveau stabil", sagt der Fachberater. Eine der Konsequenzen des schon seit langem unverkennbaren Trends sei die Umwandlung regulärer Kindergartenplätze in U3-Plätze.

Derzeit gibt es für drei bis sechs Jährige in den neun Tageseinrichtungen der Gemeinde 356 Plätze, was einer Versorgungsquote von knapp 109 Prozent entspricht. Die Überversorgung besteht insbesondere im Bereich von Butzheim bis Anstel. Dieser Überhang wird aber durch die Schließung der Tageseinrichtung in der Alten Schule in Butzheim im Sommer abgebaut. In den übrigen Teilen der Gemeinde gibt es, laut Berheide, zurzeit eine leichte Unterversorgung. Die im vergangenen Herbst erfolgte Erweiterung des Rommerskirchener "Sonnenhauses" habe hier aber bereits entgegengewirkt. Auch die Zahl der Kinder werde weiter sinken, sodass sich die Situation bis 2014 weiter stabilisiere.

(NGZ)