Kinderärztin für Rommerskirchen: Zulassungsausschuss prüft Sonderbedarf

Fachärzte in Rommerskirchen : Zulassungsausschuss überprüft Sonderbedarf für Kinderärztin

Ob eine Kinderärztin nach Rommerskirchen kommt, steht noch nicht fest, auch wenn die Chancen dadurch gestiegen sind, dass eine Ärztin ihre Bereitschaft bekundet hat, dort eine Praxis zu eröffnen.

Die Gemeinde macht sich dafür stark, dass über eine Sonderbedarfsregelung die Kinderärztin nach Rommerskirchen kommt. Wie Heiko Schmitz, Pressesprecher der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein bestätigt, hat eine Kinderärztin, die Interesse an einer Niederlassung in Rommerskirchen habe, in Begleitung von Gemeindevertretern im Herbst 2019 die KV-Niederlassungsberatung aufgesucht. „Etwaige Erfolgsaussichten können wir zum jetzigen Zeitpunkt nicht seriös einschätzen“, weist Schmitz jedoch auf die nötige Überprüfung hin.

Er erläutert den Ablauf: „Ein niederlassungswilliger Kinderarzt müsste einen Antrag auf Zulassung im Sonderbedarf für Rommerskirchen beim Zulassungsausschuss stellen – das ist das Gremium, in dessen Feld der Ball dann läge.“ Die KV sei also nicht allein verantwortlich. Im Zulassungsausschuss, der die Entscheidung trifft, sitzen Vertreter der Ärzteschaft und Krankenkassen, die ja letztlich die Versorgung finanzieren und bekanntlich in vielen Bereichen eher eine Überversorgung vermuten. Sie überprüfen, ob die Voraussetzungen für einen Sonderbedarf vorliegen. „Eine solche Zulassung käme gemäß der rechtlichen Hürden nur in Betracht, wenn sie aus medizinischen Versorgungsgründen unerlässlich ist“, betont der KV-Sprecher. Dazu würde der Ausschuss unter anderem die umliegenden Kinderärzte zu Wartezeiten und freien Kapazitäten befragen und deren Fallzahlen und Erreichbarkeiten mit in seine Beurteilung einfließen lassen.

Nach dem entsprechenden Antrag, den die Ärztin laut Gemeinde bereits gestellt hat, wird nun das Vorliegen der Voraussetzungen durch den Zulassungsausschuss überprüft, was mehrere Monate dauern kann.