Keine Azubis aus Rommerskirchen haben sich bei Bürgerstiftung um Preis beworben

Bürgerstiftung Rommerskirchen : Bürgerstiftung bleibt auf 500 Euro Preisgeld sitzen

Junge Rommerskirchener Auszubildende, die soeben ihre Ausbildung abgeschlossen haben, scheinen sich für Geld nicht zu interessieren – so ließe es sich angesichts eines die Bürgerstiftung Rommerskirchen relativ stark verwundernden Phänomens von Desinteresse jedenfalls mit einem Schuss Polemik sagen.

Einfacher als in diesem Jahr nämlich hätten es Auszubildende gar nicht haben können, ohne großen Aufwand an 500 Euro zu kommen. „Ein einziger Bewerber hätte genügt“, sagt Rathaussprecher Elmar Gasten, der zugleich dem Vorstand der Bürgerstiftung angehört. Die hat seit 2012 sieben Mal einen Preis für den oder die beste in der Gemeinde wohnhafte(n) Auszubildende(n) ausgelobt und seither mehr als ein Dutzend Preisträger würdigen können. Die gingen an den oder die beste(n) Auszubildende(n), beziehungsweise den besten männlichen oder weiblichen Azubi, der in einem örtlichen Unternehmen gelernt hat.

Diesmal fand sich allerdings nicht ein einziger Kandidat, was die Verantwortlichen angesichts der durchweg guten Resonanz der Vorjahre verwundert und mit Blick auf eine einigermaßen schlüssige Erklärung ratlos macht.

Eckart Roszinsky, seit deren Gründung 2009 Vorsitzender der Bürgerstiftung Rommerskirchen, zeigt sich enttäuscht von dem mangelnden Interesse: „Das ist wirklich schade. Es ist schon frustrierend, wenn man Gutes tun will und keiner will es haben“, kommentiert er das offensichtliche Desinteresse der Zielgruppe.

Gleichwohl will sich die Bürgerstiftung von dem diesjährigen Fehlschlag allerdings nicht: „Der Azubi- Preis ist ein gutes Pendant zu den zahlreichen Ehrungen, die Gymnasiasten und Studierende einheimsen können. Eine solide Berufsausbildung ist in unseren Augen aber auch im wahrsten Sinnen des Wortes ‚preiswürdig‘.“, ist sich der Vorstand der Bürgerstiftung einig. Und so wird es denn 2020 einen neuen Anlauf geben, wobei Eckart Roszinsky und seine Mitstreiter optimistisch sind, dass der diesjährige Fauxpas eine Eintagsfliege bleiben wird.

(S.M.)
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