Rommerskirchen: Katholiken haben sich neu aufgestellt

Rommerskirchen: Katholiken haben sich neu aufgestellt

"Ich habe das Gefühl, hier am richtigen Ort zu sein", sagte der neue Leitende Pfarrer Meik Schirpenbach beim Neujahrsempfang der Pfarreiengemeinschaft Rommerskirchen/Gilbach, der diesmal in Oekoven stattfand.

In den fünf katholischen Gemeinden Rommerskirchens hatte der neue Leitende Pfarrer Meik Schirpenbach bereits Gottesdienste gefeiert, in Nettesheim war es zuletzt sogar die Christmette. Beim Neujahrsempfang der Pfarreiengemeinschaft Rommerskirchen/Gilbach präsentierte sich "der Neue" jetzt in Oekoven erstmals bei einem ebenso publikumsträchtigen wie gemeinsamen Termin aller fünf Gemeinden.

In der voll besetzten St. Briktius-Kirche rief Schirpenbach die Gläubigen in seiner Predigt dazu auf, zunächst "das Reich Gottes und seine Gerechtigkeit zu suchen", worauf sich dann alles übrige von selbst ergebe, wie es in der Bergpredigt heißt. So sei etwa Weihnachten kein moralischer Appell, betonte Schirpenbach, der auch vor einer religiösen (Selbst-)Überforderung warnte.

Seine Zwischenbilanz nach nicht ganz viermonatiger Amtszeit am Gillbach jedenfalls ist eindeutig, wie Schirpenbach beim Neujahrsempfang selbst deutlich machte: "Begeistert" sei er von der "Herzlichkeit", die ihm hier begegnet sei. "Es ist ein guter Geist, der hier herrscht", zeigte sich der frühere Bonner Jugendseelsorger überzeugt. Meik Schirpenbach jedenfalls hat "das Gefühl, hier am richtigen Ort zu sein", wo es für ihn schlicht und einfach "passt".

Den gesamten Januar über will sich Schirpenbach schwerpunktmäßig den Katholiken am Gillbach widmen und so in der Folge allmonatlich in den Grevenbroicher Seelsorgebereichen verfahren.

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Um sich mit "den verschiedenen Gemeinden vertrauter zu machen" gelte es, "vor allem auch zuzuhören", sagt der neue Pfarrer, der "keine Schnellschüsse" mag und auf "schlanke Strukturen" setzt. Den "direkten Draht" zu Schirpenbach wird für die Pfarreiengemeinschaft Gemeindereferentin Margret Keusgen halten.

Die Verwaltungsleitung hat Elzbieta Latos inne. "Zu ihren Aufgaben zählt sowohl die Trägervertretung unserer Familienzentren, die Zusammenarbeit mit der Verbandsvertretung und der Rendantur", erläuterte die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Brigitte Holzweiler den Aufgabenbereich der neuen Verwaltungschefin. Als solche ist sie auch Dienstvorgesetzte der Mitarbeiter im Seelsorgebereich. Seit 1. Dezember ist in dem auch Ursula Helle tätig, die als "Engagementförderin" unter anderem Ansprechpartnerin für die Ehrenamtler ist. Eine noch ausstehende wichtige Aufgabe ist Brigitte Holzweiler zufolge die Entwicklung einer neuen Messordnung für die Feiertage Christi Himmelfahrt, Fronleichnam und Pfingsten.

Nach den Renovierungen, die in den vergangenen Jahren in mehreren Kirchen stattfanden, gilt es 2018 zudem, die Orgel der Nettesheimer Pfarrkirche St. Martinus gründlich zu säubern. "Das ist vor 30 Jahren zuletzt geschehen", sagt der stellvertretende Kirchenvorstandsvorsitzende Matthias Schlömer. Er rechnet damit, dass dieses Projekt frühestens ab der Jahresmitte in Angriff genommen werden kann. Im November schließlich werden Pfarrgemeinderat und Kirchenvorstand neu gewählt.

(NGZ)