Kastanienschule in Rommerskirchen-Hoeningen soll durch Anbau größer werden

Bildung in Rommerskirchen : Kastanienschule soll größer werden

Fünf Millionen Euro könnte die Erweiterung der Bildungseinrichtung kosten.

Angesichts zeitweise gesunkener Schülerzahlen gab es in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen immer mal wieder Spekulationen über den dauerhaften Bestand der Kastanienschule. „Die entbehrten schon immer jeder Grundlage“, sagt Schuldezernent Elmar Gasten, während Bürgermeister Martin Mertens ebenso wie sein Vorgänger Albert Glöckner mehrfach eine Bestandsgarantie für den Schulstandort Hoeningen abgegeben haben. Diese Garantie will Mertens jetzt gleichsam in Beton gießen. Geplant ist nämlich ein zweigeschossiger Anbau, der ihm zufolge vier bis fünf Millionen Euro kosten könnte – wobei ein Großteil der Summe durch Landeszuschüsse bestritten werden könnte. Im Bildungsausschuss wird das Thema am 21. November zur Debatte stehen. Gibt das von Udo Flegel (SPD) geleitete Gremium grünes Licht, kann die Planung beginnen. Mertens rechnet frühestens 2021 mit einem Baubeginn. Auf die Agenda gerückt ist der Anbau im Rathaus angesichts der Tatsache, dass die vor mehr als 40 Jahren damals „behelfsmäßig“ errichteten Container nach etlichen Ausbesserungen inzwischen derart marode sind, dass „sich eine Sanierung wirtschaftlich nicht mehr vertreten lässt“, wie Gasten sagt. Hinzu komme, „dass das Rathaus aufgrund der wachsenden Schülerzahlen in der Gemeinde plant, die Kastanienschule im kommenden Jahrzehnt in einzelnen Jahrgangsstufen zweizügig zu gestalten“. Untermauert werde dies durch die aktuellen Schülerprognosen.

„Damit wird ein großer Wunsch von Lehrern, Eltern und Schülern erfüllt: die Kastanienschule wird ausgebaut und bietet so noch mehr Potenzial“, sagt Martin Mertens. „Als früherer Schüler dieser tollen Schule macht es mich natürlich besonders stolz, dass wir nun dem Rat vorschlagen werden, den Teilneubau zu beschließen“ so der Bürgermeister, der zwischen 1988 und 1992 die Schulbank in Hoeningen drückte.

 „Wir freuen uns und sind sicher, dass es viele Chancen mit sich bringt“, kommentiert Annette Greiner das Projekt, die die 1817 in Betrieb gegangene Schule seit 2018 leitet. „Wir möchten die damit verbundenen pädagogischen Chancen gern nutzen“, sagt die Lehrerin, die einen zunehmenden Platzmangel in der Schule konstatiert.

Die Platzierung des Anbaus wird voraussichtlich in das Areal des bei der Schule unter dem Namen „Zauberwäldchen“ bekannte Teilstück des Schulgeländes eingreifen. Hier hatte es zu Beginn des Jahres Irritationen gegeben, als dieses Wäldchen aus Gründen der Verkehrssicherungspflicht gerodet werden musste. Die Gemeinde versprach Ersatz und Kinder, Lehrer und Eltern machten sich an die Neuplanung. Hier müssen nun allerdings noch Änderungen vorgenommen werden: Das Rathaus konnte eine Alternativfläche direkt neben dem Schulgelände ausfindig machen, die die Anforderungen an das neue „Zauberwäldchen“ ideal erfüllt.

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